FeedCannstatt (offiziell) oder Canstadt
VerkehrBrockhaus 1882

Cannstatt (offiziell) oder Canstadt, Oberamtsstadt im württemb. Neckarkreise, 5Kmim Nordosten von Stuttgart, mit dem sie durch Anlagen verbunden ist, liegt in 219 m Höhe am Neckar und an der Württemberger Staatsbahn, von der hier die Remsthalbahn nach Nördlingen abzweigt, in einem der schönsten, fruchtbarsten, bevölkertsten Gebiete des Landes. Die Stadt ist Sitz eines mißt, sind unter K aufzusuchen. Amtsgerichts, zählt (1880) 16 205 C. und hat sich alnatürlicher Siupelplaz des dels sowie al-Fabrik⸗, Kur⸗ und Badeort in neuerer Zeit bedeu Tef andbuld Konn Den Platz am Kursaal ziert ein baute Pfarrkirche, die alte Uff⸗ oder Uffokirche, die für den kath. Gottesdienst restaurierte Altenburgerkirche, das königl. Theater (seit 1839), das Lycealgebäude, das evang. Vereinshaus, die Olgatrippe und das Bezirkskrankenhaus. C. besitzt eine Latei21 und eine Realschule, höhere annalter sur Töchter⸗ und Knabenpensionate, Heilan Iten für Flechtenkranke und für Nervenleidende. Ein 1882 erbautes Wasserwerk versieht die Stadt mit Quellwasser. Außer Landwirtschaft, namentlich Obst- und Weinbau, betreibt die Bevölkerung Kommissions⸗ und Speditionshandel mit Holz, Schnittwaren, Steinkohlen, Gips u. s. w., Baumwollweberei, Färberei, Fabrikation von Garn, Baumwoll⸗ und Strumpfwaren, Wa Stuch, Watte, Mainen, Gußstahl und anderm etallguß, Stöcken, Möbeln, Tabak u. s. w. Bedeutend ist der Fremdenverkehr sowie die uuhn zur uu ausländischer Familien, im Herbst zur berwinterung. Das i wasser, welches nach Durchbohrung der Lettenkohle aus 30 Quellen (Sulzen) teils in der Stadt selbst, teils in nächster Umgebung hervordringt, wird Auel Trinken, Douchen und Vaden benutzt. Die nannt, mit dem von König Wilhelm erbauten Kur1646 Vorstadt Berg (s. d.) besetzt ist. Die Inse ader Quelle ähnlich aufsteigenden Sprudel. Die arten Motherhh durch den Berg. Auf dem benach. — Wirtenberg, an dessen Stelle König Wilverstorbenen Gemahlin Katharina erbauen ließ. O ist der Hauptvergnügungsort der Stuttgarter. st-Das regste Treiben entwickelt sich daselbst zur Zeit R des landwirtschaftlichen Festes, das jährlich 28. he Sept. abgehalten wird und zu einem olksfest ge⸗ K. worden ist. Zur Zeit der Römer war C. unter dem be Namen Clarenna ein wichtiger Straßenknoten⸗ ipunkt. Unter dem Namen Condistat erscheint dann 90 der Ort 708 und 746. In letzterm Jahre hielt da⸗ kdt sselbst Karlmann ein großes Landgericht, auf dem 5er die widerspensti öge von Alar i nder Herren und ögte von „welche aber schon nim 14. —.— verschwi C. erhielt 1330 vom gKaiser ig gleiche Rechte mit der Reichsstadt tEßlingen. Als Sitz des erichts von Württemberg, welches bis in die Mitte des 15. Jahrh. bestand, war es die 5 1 de8 Lanbes

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 912Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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