Cantal, ein mittleres Departement Südfrankreichs, das auf 5741, 47 qm 226 395 C. zählt (1881, gegen 231086 im J. 1876 Abnahme 2 Proz.), ist aus der südl. oder Ober-Auvergne gebildet und wird begrenzt von den Depart. Puy-de-Dome im N., Ober-Loire im O., 325. im SO., Aveyron im S., Lot und Correze im W. Das im Mittel 800 m hohe Departement wird bewässert von der Dordogne, mit der Rhue, Maronne, Cere, Truyere, dem lagnon mit dem Arcueil u. s. w., und enthält dieho dem 1886 m hohen Sancy oder Mont-Dore, die höchste Plateau-und Gi felbildung der Auvergne, den majestätischen Plomb du Cantal, dessen Abhänge mit Porphyren, Basalt, Lava, Schlacken und it, sind unter K aufzusuchen. Bimsstein besäet sind. Der stets von heftigen Winden umwehte und acht Monate mit Schnee bedeckte Berg ist 1858,3 m hoch und erteilt dem Departement den Charakter eines rauhen Berglandes mit kargem Boden und dürftiger Existenz seiner wenig kultivierten Bewohner. Kein anderes De-Puttionen hat eine gleiche —4+. vulkanischer Prouktionen aufzuweisen: mehr als die Hälfte des Bodens ist mit gewaltigen Basaltströmen überdeckt, ungerechnet die beiden großen Trachytströme, deren einer aus dem 1539 m hohen Col de Cabre geflossen ist, während der andere im Correze-Departement die berühmten Orgeln von Bort bildet. Die 900 300 m lal Berge von Salers sind durch die mächtigen Basaltströme gebildet, welche dem 1787m hohen Puy-Mary entströmt sind. Der ganze C. ist mit wundervollem Graswuchse überdeckt, aber nur die strahlenförmig nach allen Seiten von jenem Kulminationspunkte auslaufenden Thäler sind zwi1 620 und 1000 m Höhe fruchtbar, namentich die zwischen St.⸗Flour und Murat gelegene 1000 m hohe Planeze, die sog. Kornkammer des Landes. Die guten Weiden und Wiesen gestatten einen shwunghaften Betrieb der Viehzucht. Der Ackerbau gewinnt vorzugsweise Roggen und Buchweizen, der nebst den Kastanien (im Castagnal genannten mittlern Landesteile) das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung ist. Mit Ausnahme einiger Steinkohlengruben wird Bergbau nicht betrieben, wohl aber werden Marmor, Sandstein und gielblei m gebrochen: auch sind Antimon, Schwefelblei und Schwefeleisen, Glimmerschiefer, Torf u. s. w. vorhanden. Berühmte Mineralquellen entspringen hier in Chaudes-aigues, La Bastide, Condamine, Vic-sur-Cere u. s. w. In den Gehölzen, etwa ein Achtel der Fläche, hausen Eber und Wölfe. Der geringe Veseln und und beschränkt sich auf Verfertigung von Kesseln und andern kupfernen Küchengeräten, auf Fabrikation von Papier, Spitzen, Holz⸗ und Glaswaren. Jährlich wandert eine große Anzahl der Bevölkerung nach Paris und andern Städten Frankreichs, sogar nach Catalonien und Holland aus, wo sie als Kesselflicker und in andern niedern Erwerbszweigen Verdienst suchen. Mit der Volksbildung steht es sehr schlecht; 1866 konnten 41,4 Proz. der Bevölkerung weder lesen noch schreiben. Das Departement umfaßt die vier Arrondissements Aurillac, St.⸗Flour, Mauriac und Murat und wird von der Orléansbahn durchschnitten. Die Hauptstadt ist Aurillac (. d..