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ErdkundeBrockhaus 1882

Cantabrer bieß ein wildes Gebirgsvolk des alten Spanien, jedenfalls iber. Stammes, das etwa in der heutigen Provinz Santander und Teilen der östlich, westlich und Reerd angrenzenden rovinzen am Biscayischen Meer usen, der von ihnen auch das Cantabrische Meer hieß, wohnhaft war. Von den Städten, die das Volk bewohnte, wird namentlich uliobriga enannt, eine Stadt, die in der Nähe der Quelle des Perus (Ebro) von 2* angelegt wurde. Sie werden als ein wildes, den Styrhen und Thraziern ähnliches Volk geschildert. Sie schliefen, wie Strabo erzählt, auf der Erde und waren gegen alle äußern Einflüsse abgehärtet; den Ackerbau betrieben die Frauen. Ihre heldenmütige Tapferkeit zeigten die C. besonders in den Kriegen gegen die Römer. Da die C. und die benachbarten Stämme in den Gebirgen, namentlich die Asturier, die unterworfenen Teile Spaniens immer aufs neue beunruhigten, ging Augustus 27 v. Chr. selbst nach Spanien, um die C. niederzuwerfen. Auch trugen seine Legaten mehrere Erfolge davon, Augustus begann Militärkolonien anzulegen und der Krieg schien 25 v. Chr. beendigt. Aber in den J. 24, 22 und 20 v. Chr. erfolgten neue Aufstände. Der letzte war der größte und erbittertste, er wurde edoch von Widerie so kräftig niedergeworfen, daß seitdem der Widerstand der C. gebrochen war. lkelsänger.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 917Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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