Capoul (Joseph Amedée Victor), Tenorist, geb. 27. Febr. 1839 zu Toulouse, erhielt seine musikal. Bildung auf dem Konservatorium zu selhit debütierte 1861 in der Opéra comique daselbst, deren Mitglied er bis 1871 blieb, trat dann in London, Neuyork, Wien, Petersburg u. s. w. mit großem Erfolg auf und organisierte dann eine eigene Sänger- und Schauspielergesellschaft, mit der er 1878 erstmals zu Paris auftrat. dem klassischen Latein unbekannt, wird von capere, fassen, umfassen, abgeleitet, weil die C. gleichsam den ganzen Menschen umfaßt. Sie war ein Gewand mit offenen Halbärmeln, im 14. Jahrh. mit Kragen und Kapuze, und diente den Männern besonders als Reisekleid. der häuslichen Tracht des Ritters erscheint die Kappe sehr selten mit der Kapuze versehen. Diese letztere kommt auch als besonderes Kleidungsstück vor, verbunden mit Hals⸗ und Schulterstück: die sog. Gugel, wie auch die vollständige Kappe bezeichnet wurde. Als ein solches weites Gewand ist die Tarnkappe Siegfrieds anzusehen, gewebt von kunstfertigen Zwergen im höhlenreichen Gebirge. Unter den liturgischen Gewändern des röm. Klerus nimmt die C. eine hervorragende Stelle ein. Die Bischöfe tragen sie von violetter Farbe, mit weißem Pelzkragen oder Kapuze, bei dem Gottesdienst im Chor, wenn sie zur Zinn. gehen, um selbst Messe zu lesen, und beim Weggehen nach beendetem Amte. Sie heißt auch C. magna (wegen der großen Schleppe); desgleichen kommt C. pluvialis vor, sodaß sie ursprünglich dieselbe Bestimmung wie das Pluviale, nämlich als Regenmantel, gehabt zu haben scheint. Innocenz III. verbot auf dem Laterankonzil den Geistlichen bei dem Gottesdienste Kappen mit Armeln zu tragen; der Name C. blieb überhaupt mit der Zeit nur der bischöflichen Kleidung, die mehr ein Standesabzeichen ist, nach Art der Fürstenmäntel mit einem Hermelinkragen besetzt; dagegen erhielt die beim Gottesdienst gebrauchte und als Meßgewand mit geweihte C. ausschließlich den Namen Pluviale. Bei — — wurde die Kappe gemeiniglich zu einem reichverzierten Schilde (clipeus) umgewandelt. Auf die ursprüngliche C. ist die bekannte Tracht der Kapuzinermönche zurückzuführen, sowie der franz. chapeau und die moderne Kappe, Überbleibsel der alten Regenkappe mit ihrem reichern Zuschnitte. *.