Cardinal (Peire) berühmter Troubadour in der ersten Hälfte des 13. Jahrh., stammte aus ritterlicher milie in Veley, war ursprünglich für den geistichen Stand bestimmt, widmete sich aber der Dichtkunst und dem Leben an den Höfen; besonders 1 er bei Jakob I. von Aragonien freundliche Aufnahme. Seine zahlreichen Gedichte gehören der Gattung der Sirventes an. Mit rückhaltlosem Freimut und schoden Adel ebenso wie die Geistlichkeit an. Dadurch gehören sie zu den schärfsten Satiren der Zeit; sie entwerfen ein düsteres Bild der um sich greifenden Verderbnis und Sittenlosigkeit aller Stände. Gedruckt sind seine Lieder in Mahns »Werke der Troubadourso (Bd. 2, Berl. 1855) und in dessen „Ge⸗ —8 der Troubadourso (Berl. 1856 fg.). ö ½½— geb. 12. April 1841 zu Wollstein in Poen, trat 1859 in das preuß. Heer, wurde Lehrer an der Kriegsschule in Metz und s päter Hauptmann und Kompagniechef im Brandenburgischen Füsilierregiment Nr. 35. Er schrieb: Der Rhein und die Rheinfeldzüges (Berl. 1869), „Belgien Nordfrankreich, der Niederrhein und Holland als Kriegsfeldo (Berl. 1870), „Strategische Kavalleriemanöverv (Gera 1877; 2. Aufl. 1882), Die russ. Kavalleriedivisionen und die Armecoperationen im Balkanfeldzug 1877—78, (Berl. 1878), «Handbuch für Truppenführung und Befehlsabfassung» (4 Bde., Gera 1879 (2. Aufl., Metz 1881). Cardioide (von dacdta, Herz) heißt eine besondere Linie vierter Ordnung. Wenn man durch den Punkt O eines Kreises eine Sehne OP des Kreises zieht, und auf ihr die Strecke P0 einem Radius gleich macht, so ist Qein Punkt der C., welche durch den Kreis und dessen Punkt O bestimmt ist.