Cardigan oder Aberteifi, gälisch Ceredigiaws, Grafschaft in Südwales, gegen W. von der Nuchher See, die hier mit dem Busen von C. —. einbuchtet, gegen S. von den Grafschaften Pembroke und Caermarthen, gegen O. von Brecknock, Radnor und Montgomery, gegen N. von Merioneth begrenzt, gan ein Gebirgsland, wird an der Südgrenze vom Teifi und außerdem nur von kleinern Flüssen bewässert, welche die schönen Thäler von Teifi, Rheidol und Ytwyth bilden. Das Land ist im O. von kahlen, mit spärlichem Heidekraut bedeckten Bergen erfüllt, worunter der Plynlimmon 746 m und der Tregaron-Mount 532 m hoch, welche Zink, Kupfer und Blei liefern. Im W. zeigt sich der Boden mehr eben und dem Getreidebau (Gerste und Hafer) günstig, der im O. fehlt und durch gute Viehzucht, namentlich von kleinen Schafen, den Bewohner entschädigen muß. Das Klima 0 zwar rauh, aber doch gesund. Die Grafschaft umfaßt 1794 260Em und zählt (1881) 70 226 E. Die Industrie mishuhe sich auf Fabrikation von Flanell und Handschuhen. Die Hauptstädt Cardigan mit 3633 C. liegt an dem nördl. Ufer des Teifi, unweit seiner Mündung, 3 km von dem kleinen Hafen; über den Fluß führt eine Brücke von r. Bogen. Der Ort hat eine alte Kirche, eine Grafschaftshalle, ein bis auf zwei runde Türme erstörtes, von Gilbert de Clare 1160 erbautes, in er walisischen Geschichte berühmtes Kastell und einen kleinen Hafen. Die Bevölkerung treibt le5beneht H und Fischfang. Die Ausfuhr besteht vorzüglich in Butter, Heringen, Salmen und Schiefer. Der volkreichste Ort der Grafschaft ist die Municipal- und Hafenstadt Aberystwith (s. d.).