Carli (Giovanni Rinaldo, Graf), zuweilen nach seiner Gemahlin C.⸗Rubbi genannt, geb. 11. April 1720 zu Capo d'Istria, studierte zu Padua insbesondere Geometrie und die alten Sprachen. Durch seine litterarischen Streitigkeiten mit Fontanini und Muratori bekannt geworden, ernannte ihn 1741 der Senat von Venedig zum Professor der Astronomie und der Seewissenschaft. Die Verwaltung seines großen Vermögens veranlaßte ihn später, seine Professur niederzulegen und nach Istrien zurückzukehren. Nachher wurde er indes wieder Präsident des obersten Handelskollegiums und des Studienrats zu Mailand, dann Geh. Staatsrat und endlich Präsident des Finanzkollegiums zu Mailand. Er starb daselbst 22. Febr. 1795. Unter seinen Schriften sind besonders zu erwähnen: »Delle monete e dell' istituzione delle zecche d.Italia etc.5 (3 Bde., Mail. 1750—60) und HDelle antichità italiche (5 Bde., Mail. 1788—91). Seine sämtlichen Werke gab er in Mailand 1784 (18 Bde.) heraus. Doch fehlen in dieser Ausgabe die »Amerik. Briefes (3 Bde., Flor. 1780 —81; deutsch von Hennig, 3Bde., Gera 1783—85), welche er gegen des Engländers Paw „Philos. Untersuchungeno herausgab. Oarlina, eine Gattung dorniger, distelartiger Kräuter aus der Familie der Kompositen. Der Sage nach soll ein Engel Kaiser Karl d. Gr. diese Pflanze im Traume als das untrügliche Mittel gegen die Pest gezeigt haben. In der That wurde die ben, in C. acaulis L., welche sich durch ihre roßen, in einer dornigen Blattrosette sitzenden lätter auszeichnet und hier und da in und außerhalb Deutschland auf dürren Hügeln und Bergen wächst, auf Mit des genannten Kaisers kultiviert und stand im Mittelalter wegen ihrer Heilkräftigkeit in hohem Ansehen. Auch ist sie Karl d. Gr. zu Ehren benannt worden, und müßte daher eigentlich Carolina heißen. Sie wird, gleich der viel gemeinern, C. vulgaris L., welche einen aufrechten, beblätterten Stengel treibt und viel kleinere lütenkörbchen hat, vom Volke Eberwurz genannt und ihre noch jetzt unter dem Namen Radix Carlinae offizinelle Wurzel viel gesammelt, was zur Ausrottung dieser schönen Pflan e in vielen Geschr in geführt hat. „Die Wurzel besitzt frisch einen ehr starken durchdringend widrigen Geruch, einen bitterlich-fußen, scharf gewürzhaften Geschmack, entält Inulin, wirkt reizend auf das Verdauungsystem und wird fast nur noch in der Tierarzneikunde angewendet. Die Gattung C. ist sehr ausgezeichnet durch die innern zungenförmigen, glänzendweißen, gelben oder rosenroten Schuppenblätter der Korbhulle, welche länger als die übrigen sind und einen sternförmigen Strahl um die flache Scheibe der röhrigen, weißlichen oder gelben Blüten bilden. Die Blätter sind fiederspaltig, sehr dornig. Die Achenen sind weich behaart, mit fleckigem Pappus. C. acaulis hat weiße, C. vulgaris gelblichweiße Strahlen. Carlingford, kleine Stadt in der irischen Provinz Leinster, Grafschaft Louth, 14,5 Km im NO. von Dundalk, an der Südseite des Carlingford-Lough, zählt 970 E., welche Austernfang und Küstenhandel betreiben. Der Zugang zu der mit Bergen von einer Höhe bis 600 m umgebenen Bai ist sehr gefährlich.