FeedCartesische
AllerleiBrockhaus 1882

Cartesische Teufelchen oder Cartesianische Taucher heißen nach Cartesius (s. Descartes) kleine hohle Glasfigürchen a (s. beistehende Figur), den Druck etwas Flüssigkeit in die Figur Henrentdadurch nimmt das spezifische Gewicht der Figur zu, und sie sinkt unter. Läßt dann der Druck nach, so dehnt sich die in der Hohlfigur zusammengedrückte Luft wieder aus, wodurch das Wasser aus derselben ausgetrieben wird. Hierdurchwird die Figur leichter und steigt empor. Durch Regulierung des Drucks läßt sich die Figur auch schwebend in dem Wasser erhalten, d. h. so, daß sie weder steigt noch sinkt. Ist der Schwanz seitlich gekrümmt, so macht die 1c0 5 beim Aufsteigen drehende Bewegungen, ähnder Reaktionsdrehung bei einem Sehnerschen Rade oder einer Turbine (s. d.). Diese und ähnliche nößers Spielwerke dienen zum Beweise, daß das größere oder kleinere Eintauchen beim Schwimmen der Körper in Flüssigkeiten bloß von dem chwinn oder geringern spezifischen Gewicht des chwimmenden Körpers abhängt. Für den Lehrzweck ersetzt man Rasdiaele jenes Glasfigürchen durch ein hohles Glaskügelchen, welches teils mit Luft, teils mit Wasser so gefüllt ist, daß es, mit einer kleinen Offnung und einem großen Teile seines Volumens 961 unten eingesenkt, auf dem Wasser in dem Glasgefäße schwimmt. Durch einen verschieden großen Druck auf die Blase des Glasgefäßes bringt man solche Glaskügelchen zum Sinken, Steigen oder Schweben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 24Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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