FeedCartier (Jacques)
ErdkundeBrockhaus 1882

Cartier (Jacques), franz. Seefahrer, geb. 31. Dez. 1494 in St.⸗Malo, erhielt von Franz I. den Befehl über zwei Schiffe, welche 20. April 1534 St.⸗Malo verließen, um die Fischgründe von Neufundland zu untersuchen. Er passierte längs der Nordküste von Neufundland, ging durch die Belle-Islestraße und entdeckte das Festland von Canada, welches er hre hatte en d in Besitz nahm. Im folgenden Jahre hatte er den St. Lorenzbusen zu erforschen und drang bis zu einem stark befestigten Dorfe am Fuß eines Bergs vor, Hochelage mit Namen, das er Mont-Royal (jetzt Montreal) benannte. Mit der an dem damals noch unbekannten Skorbut leidenden Mannschaft kehrte er 1536 nach Curopa zurück. Im J. 1540 erhielt der Herr de Roberval die Erlaubnis, auf eigene und des Königs Kosten eine Niederlassung in Canada zu gründen, und C. wurde 1541 mit fünf Schiffen zu diesem Zwecke ausgesandt. In der Nähe des jetzigen Quebec baute er das Fort Charlesbourg. Unaural von den Indianern angegriffen, kehrte er zurück, trotz Robervals Verbot, welcher im Juni 1542 selbst mit drei Schiffen und 200 Kolonisten anlangte. Ob er im Herbst 1543 noch einmal in Canada gewesen, bleibt ungewiß. Später lebte er in seiner Vaterstadt oder im Dorfe Limoilon. Im J. 1552 war er noch am Leben, aber sein Todestag ist unbekannt. lnarpelis

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 24Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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