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Recht & StaatBrockhaus 1882

Archimedisches Prinzip heißt das von Archimedes entdeckte wichtige hydrostatische Gesetz, vermöge dessen ein jeder Körper, welcher in eine Flüssigkeit eingetaucht ist, von seinem Gewichte so viel verliert, als die von ihm verdrängte Flüssigkeit wiegt. Dieses Gesetz beruht auf dem hydrostatischen Auftrieb (s. Hydrostatih, demzufolge jeder in einer Flüssigkeit eingetauchte Körper von der Rraft ehe mit einer lotrecht aufwärts wirkenden raft gehoben wird, deren Größe dem Gewichte der von dem eingetauchten Körper verdrängten Flüssigkeit gleich ist. Zum experimentellen Nachweise des Archimedischen Prinzips dient die hydrostatische Wa ge, d. i. eine genau gleicharmige Wage, welche Wägungen von Körpern, die in Wasser oder beliebige Flüssigkeiten getaucht sind, gestattet. Bei einer solchen ist eine der Schalen kürzer als die andere aufgehängt und das Gewicht beider Schalen gleich. An jene kürzere Schale (s. Figur) hängt man einen das Archimedische che mt experimentell erwiesen ist. Das Archimedische Prinzip findet Anwendung bei der Erklärung des passiven Schwimmens so- wie der Luftballons, bei der Bestimmung der Körperdichten (spezifisches Gewicht) mittels der hydrostatischen Wage und der Aräometer (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 852Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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