Casper (Joh. Ludw.), Mediziner, geb. 11. März 1796 in Berlin, studierte das ebbs, in Göttingen und Halle Medizin und habilitierte sich nach einer Reise nach Frankreich und England 1820 an der Universität in Berlin, wo er 1825 außerord. Professor und zugleich Medizinalrat und Mitglied des Medizinalkollegiums für die Provinz Brandenburg, 1834 Geh. Medizinalrat, Mitglied der obersten mediz.⸗ wissenschaftlichen Behörde, der wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen im Ministerium und 1839 ord. Professor wurde. Daneben war er auch als Direktor der praktischen Unterrichtsanstalt für 4. umWherme) an der Universität thätig. Später zum Obermedizinalrat ernannt, starb er 24. Febr. 1864. Von C.s wissenschaftlichen Arbeiten sind aus früherer Zeit hervorzuheben: Charakteristik der franz. Medizin » (Lpz. 1822), KUber die Verletzungen des Rückenmarks in Hinsicht auf ihr Letalitätsverhältnis (Berl. 1823) und Beiträge 30 mediz. Statistik und Staatsarzneikunder (2 Bde., erl. 1825—37), der erste Versuch einer Begründung der mediz. Statistik, für welche er später urch mehrfache einzelne Abhandlungen sowie namentlich durch ein größeres Werk . zur mediz. Statistik und Staatsarzneikunder (Berl. 1846) eine anerkannte Autorität geworden. Von Ade besonderer Bedeutung sind jedoch seine spätern rbeiten auf dem Gebiete der gerichtlichen Medizin. Dahin gehören vor allem „Praktisches Handbuch der gerichtlichen Medizino (2 Bde., Berl. 1856—58: 5. Aufl. 1871, bearbeitet von Liman, nebst Atlaso), „Klinische Novellen zur gerichtlichen Medizin (Berl. 1863), „Gerichtliche Leichenöffnungen» (erstes Hundert, Berl. 1851; 3. Aufl. 1853; zweites Hundert, Berl. 1853). An die Stelle des von C. und Rust herausgegebenen «Kritischen Repertoriums für die gesamte Heilkunder trat 1833 die «(Wochenschrift für die gefamte Heilkunder, welche bis 1851 erschien.