Chalkographie, eine aus dem Griechischen stammende, im Deutschen 1 gebrauchte Benennung der Kupferstecherkun t (sed.). halkokondhlas oder Chalkondylas (Demetrius), griech. Grammatiker, Schüler des Theodorus Gaza, geb. um 1424 (nach andern 1428) zu Athen, trat nach der Eroberung von Konstantinopel als Lehrer der griech. Sprache in Italien auf, und zwar zuerst zu Perugia, dann, von Lorenzo Medici begünstigt, neben Politianus zu Florenz, zuletzt zu Mailand, wo er 1511 starb. Er schrieb in altgriech. Sprache eine praktisch eingerichtete riech. Grammatik unter dem Titel Erotematav Mall. 1493; dann Par. 1524 und Bas. 1546), erwarb sich aber ein noch größeres Verdienst dadurch, daß er zu Mailand die ersten Drucke des Homer (1488), Fotrates (1493) und Suidas (1499), die als typographische Meisterstücke gelten können, besorgte, obgleich er in der Textrecension mit einiger Willkür verfuhr. — Laonicus C., der ebenfalls um 1470 blühte, war Zeuge des Falles von Konstantinopel und flüchtete zu seinem schon in Italien ansässigen Bruder. Von ihm gibt es eine Geschichte der letzten Jahre des Byzantinischen Kaiserreichs von 1297—1462 (griechisch und lateinisch herausg. von Bekker im Corpus scriptorum historiae Byzantinaer, Bonn 1843).