FeedChalkos
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Chalkos, altgriech. Münze, der achte Teil eines Obolos (s. d.). „Chalkotypie (grch.), Hochdruckätzung in Kupfer, eine Anwendung der Galvanoplastik zur Erzeugung von Reliefkupferplatten, welche bis zu einem gewissen Grade den Holzschnitt ersetzen sollen; doch hat diese Methode wegen der Schwierigkeit der Herstellung keine ausgedehnte Anwendung gefunden. Schon der Engländer Spencer machte in dieser Richtung Versuche. Er radierte eine Kupferplatte in Kupferstichmanier und ätzte sie schwach. Hierauf brachte er die vom AÄtzgrund befreite rein gewaschene und mit Fließpapier gut abgetrocknete Platte in einen mit der rn Plen gefüllten Apparat. Das Kupfer schlug sich in die eingeritzten und auf die erhabenen Stellen nieder, was dann eine Pera nur sehr seichte Reliefplatte gab. Heims in Berlin übertrug 1851 die mit einer von der Säure unangreifbaren Substanz ausgeführte Zeichnung auf die polierte Kupferplatte und ätzte die weiß erscheinen sollenden Stellen. Bei großen weißen Stellen, welche durch Atzen nicht genügend vertieft werden konnten, half er mit dem Grabstichel nach. Es gab dies ein erhabenes Kupferbild in der Manier der jetzigen Zinkographie (f. D..

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 164Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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