Chäteaubriant, Hauptstadt eines Arrondissements im +*. Depart. Niederloire, in der Bretagne, liegt links an der Chere, 64 Kkm im NND. von Rantes, Station der Linie Sablée-C. der Westbahn und der Linie Nantes-C. der Orléansbahn, und zählt (1876) 4082, als Gemeinde 5228 E. Die Stadt ist Sitz eines Tribunals erster Instanz, hat bedeutende Viehmärkte und Fabriken in Wollstoffen, Angelika-Konfekten, Töpferwaren, Gerbereien, wichtige Fabriken lackierter Leder, Eisengießereien, Maschinenfabriken; treibt auch Handel mit Steinkohlen, Getreide, Vieh, Talg, Leder. In der Nähe sind ansehnliche Waldungen und Eisengruben, sowie auf dem See Choiseul eine schwimmende Insel. — C. war ehemals eine Baronie (seit 1537 Graff chaft), gehörte mit seinem Schlosse (Castellum Brientii) eine Zeit lang dem Hause Laval, später dem Hause Bourbon-Condé. Ludwig IX. nahm 1235 die Festung C. und Ludwig XI. schleifte die Werke; 1524 baute Jean de Laval das Chäteau auf, das vollständig erhalten ist. Am 27. Juni 1551 erließ hier König Heinrich II. sein Religionsedikt gegen die hateanbrun (Jean Baptiste Vivien de), franz. Dramatiker, geb. 1686 zu Angouleme, war im Dienst des Herzogs von Orleans. Um dessen Bigotterie nicht zu verletzen, wagte er nicht, mit seinen Dramen an die Offentlichkeit zu treten. Erst nach dem Tode seines Herrn trat er 1754 mit den „Troyennes „ hervor. C. starb als Mitglied der Akademie 16. Febr. 1775 zu Paris. Seine (Oeurres choisieso erschienen 1814 zu Paris. sis.