Chäteau-Regnault, Dorf im franz. Depart. der Ardennen, Arrondissement Mezières, 4 km südlich von Monthermé, nahe dem linken Ufer der Maas, die sich durch tiefe Schlünde windet, an der ißt, sind unter K aufzusuchen. Eisenbahn Mezidres-Namur, mit 1500 E. Ehemals war C. ein Fürstentum, von welchem 27 Dörfer ö abhingen; von einem im 13. Jahrh. erbauten und durch Richelieu zerstörten 11 Me sind noch einige Spuren vorhanden. Der sog. Maugistisch gilt für ein Druidendenkmal. ö Chateau-Renard, Stadt im franz. Depart. Bouches-du-Rhöne, Arrondissement Arles, 35 km im NO. von Arles, an einem Abzugskanal, weni ö entfernt vom linken Ufer der Durance, maleris in 44 m Höhe awesche⸗ mit (1876) 2055, als Geö meinde 5554 E., welche Maulbeerplantagen besitzen. Auf einem den Ort beherrschenden Hügel stehen noch zwei Türme von einem Schlosse der Grafen der Provence. — Chäteau-Renard, Stadt im Depart. Loiret, Arrondissement Montargis, 16 km im SoO. von diesem, an der I Loing fließenden Ouanne und an der Eisenbahn Orléans-Chälons, zaählt (1876) 1468, als Gemeinde 2583 E. Hier erbaute 961 Graf Reinard von Sens ein Schloß (Castrum Rainardi) auf einem Hügel, welches im 2. Jahrh. zur Herrschaft Courtenay gehörte, unter Philipp IV. dem Schönen königl. Besitz wurde, im 16. Jahrh. aber an die Herzöge von Orléans überging; es stehen davon Ruinen der Türme und eine jetzt wiederhergestellte Kirche. Cuhateaurenault, Stadt im franz. Depart. ndre-et-Loire, Arrondissement Tours, 29 km im N0. von Tours, an der zur Cisse (Loire) gehenden Brenne und an der Eisenbahn Paris-Vendöme-Tours, lt (1876) 3487, als Gemeinde 3831 E., welche uhmacherarbeiten liefern. Auf einem Hügel stehen die Ruinen eines Schlosses (Castrum Raginaldi), das * Gunsten von Fr. Louis Rousselet de C., Marschall von Frankbeich und Vizeadmiral der Levante (gest. 1716), zu einem herzoglichen erhoben wurde. Chateauroux (im Mittelalter Castrum Ra. dulphi), die eng und schlecht gebaute Hauptstadt des franz. Depart. Indre, im ehemaligen Herzogtum Berri, in einer großen Ebene links am Indre und an der Linie Paris-Orléans-Agen der Orléansbahn gelegen, 263 km von Paris. Der Ort zählt (1876) 16980, als Gemeinde 19.442 E., ist Sitz der Departementsbehörden, eines Handels⸗ und Friedensgerichts und hat vier Kirchen (darunter die sehenswerte St. Christophskirche), ein altes Schloß, ein bemerkenswertes Stadthaus und Tribunalgebäude, ein großes Gefängnis (ehedem ein Franziskanerkloster), ein Lyceum, ein Lehrerseminar, eine öffentliche Bibliothek von 6000 Bänden, eine Gesellschaft des Ackerbaues und der Künste und Wissenschaften und eine Statue des hier geborenen Generals Bertrand. Die Bevölkerung unterhält Fabriken in Tabak, Leder und in groben Tuchen, Wollspinnereien, Brauereien und Mühlen, betreibt auch lebhaften Handel mit Wolle, Getreide, Hammeln, Wein und Leder. Außer den Monatsmärkten werden noch sechs andere gehalten. C. ist 950 von Raoul de Deols gegründet, der ein auf einer An⸗ (056 am Ende der jetzigen Stadt gelegenes Schloß (Chäteau-Raoul) erbaute, war bis 1623 Baronie der Chauvigny und wurde von Ludwig XIII. zu Gunsten Heinrichs II. von Bourbon zu einem Herdent erhoben. Ludwig XV. ernannte die Witwe es Marquis des Tournelles, Marie Anne, geb. Marquise von Mailly-Nesle und Nichte der Herzogin Mazarin, zur Herzogin von C., zur Palastdame der Königin und später zur Oberhofmeisterin des Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IV Dauphin. Sie starb 1744. Ihre Nachfolgerin in der Gunst des Königs war die Pompadour. Chäteau-Salins (deutsch bisweilen Salzburg), Kreishauptort im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen, an der kleinen Seille und der Straße von Metz nach Pfalzburg, 48 km südöstlich von Metz an der Eisenbahnlinie Saaralben-Chambrey gelegen, zählt (1880) 2174 fast ausschließlich kathol. C., ist Sitz einer Kreisdirektion und eines Amtsgerichts. Die Stadt C. hat ihren Namen von einer Salzgrube, welche im J. 1330 daselbst im Schlosse der Herzöge von Lothringen entdeckt wurde. Im J. 1826 wurde dieselbe aufgehoben und durch eine andere in Dieuze ersetzt. Den Raum der ehemaligen Saline zu C. nimmt gegenwärtig eine Glasfabrik ein. — Der Kreis Chäteau-Salins zählt auf 972,43 akm (1880) 50425 E. in 135 Gemeinden.