Bellegarde Daem neun Orte in Frankreich. Der bedeutendste darunter ist ein Flecken im Depart. Gard, Arrondissement Nimes, 12 km südwestlich von Beaucaire, am Kanal von letzterm nach Aigues-Mortes und Station der Eisenbahn Tarascon-Cette, mit (1876) 2392 (Gemeinde 2689) E. Dabei befindet sich eine röm. Wasserleitung. Der Ort hat wichtige Steinbrüche. Unweit liegt am Kleinen Rhöne der Weiler Argence, einst der Argenteus Pagus. — Bei B. im Depart. Ain, Arrondissement Nantua, am Rhone, bei der Mündung der Valserine, in 374 m Höhe, mit 650 E., beginnt die Schiffahrt un Ee Rhöne, wo dieser und die Valserine apier- und Schneidemühlen treiben. Der Rhöne wirkt hier mit 6000 ie mur b⸗ Hier, bei der sog. Perte du Rhöne, die nur bei niedrigem Wasserstande sichtbar ist, öffnen I die malerischsten wilden Schluchten; der Fluß selbst hat sich ein Bett zwischen 25 m hohen steilen Kalkwänden ausgegraben. SHier und da verschwinden die Wasser in den Spalten, deren längste, die Perte de la Valserine, etwa 400 Schritt — hat. — B. im Depart. Loiret, Arrondissement Montargis, an dem zum Loing ehenden Fessard und an der Eisenbahn Orléans-Chaälons, liegt in 121 m Höhe und hat 1200 E., die mit N—. Wachs und Honig Handel treiben. ur de hieß es Choisy-aux-Loges, und wurde 1640 für den Herzog von B. zu einer herzogl. Pairie umgeschaffen. Das ehemals vorhandene Schloß diente der Montespan und der Pompadour zum Aufenthalte. marschall und Staats⸗ und Konferenzminister, geb. 28. Aug. 1756 zu Dresden, trat zuerst in sächs., dann in österr. Kriegsdienste, kämpfte mit Auszeichnung im Türkenkriege (1788) und wurde 1792 Generalmajor. In den ersten Omert egen ankreich wirkte er besonders als Generalstabsef Wurmsers am Oberrhein; 1796 Feldmarschalllieutenant, stand er unter dem Erzherzog Karl im ldzuge von 1796, und folgte demseiben 1797 nach riaul, wo er den Waffenstillstand von Leoben abchloß. Im Dez. 1797 wurde er mit besondern ufträgen an den Kongreß zu Rastatt gesandt. Dann führte er 1799 den Befehl über das Korps welches die Verbindun uoch Erzherzog Kar und Suworow erhalten 30 te, behauptete sich gegen Lecourbe 20. März bei Finstermünz, unterlag aber in der Schlacht bei Casina Grossa (20. Juni) gegen Moreau. Nach dem Gee von 1800 in Italien in welchem er Chef des Generalstabes war, erhiell er eine Stelle im Hofkriegsrat, in dem er seit 1805, nach dem Abgange des Erzherzogs Karl, das Prädium führte. Feldzuge von 1805 befehligte in der Schlacht von Caldiero den rechten Flügel der Osterreicher und fungierte als Generalgouverneur im Venetianischen. Im folgenden Jahre verah er denselben Posten in Galizien und wurde eldmarschall. Im J. 1808 wurde er zum Oberstofmeister des Kronprinzen Ferdinand ernannt. m Feldzuge von 1809 befehligte er das 1. und 2. Armeekorps, das von Böhmen aus auf dem linken Donauufer operierte, und nahm dann als Kommandant des 1. Armeekorps an den Schlachten von Aspern und Wagram teil. Nach dem Abschlusse des Wiener Friedens (14. Okt. 1809) ging er wiederum als Generalgouverneur nach Galizien, wo er verblieb, bis er 1813 abermals zum Präsidium des Hoftriegsrats berufen ward. Im Herbst schon übernahm er jedoch in Italien den Befehl über die österr. Streitkräfte, drang bis Piacenza vor und schloß 16. April 2 mit dem Vizekönig eine Militärkonvention ab. Nach dem ersten Pariser Frieden wirkte er als Generalgouverneur der österr. Länder in Italien für Wiederherstellung der alten Ordnung, kämpfte 1815 gegen Murat, dessen Heer er wiederholt schlug und endlich 2½½ Nach dem zweiten Pariser Frieden hielt sich B. längere Zeit in Paris auf, trat 1820 an Schwarzenbergs Stelle wieder an die Spitze des Hofkriegsrats, welches Amt er zugleich mit der Würde eines Staats⸗ und Konferenzministers bis 1825 bekleidete; dann zog er sich zurück, blieb aber bis 1832 Oberst-Jul 1845 des Kronprinzen. Er starb zu Wien 22. uli 1845.