FeedCheville (Pas-de⸗)
Sport & SpielBrockhaus 1882

Cheville (Pas-de⸗), ein Paß der Berner Alpen an der Grenze der schweiz. Kantone Waadt und Wallis. Der Weg über den Paß, teils Fahr⸗, teils Saumweg, steigt von Ber (435 m) ostnordöstlich durch das wald⸗ und weidereiche Thal des Avangon über Gryon (1107 m) und Anzeindaz (1896 m) zu der aussichtsreichen Paßhöhe (2049 m) hinan, deren trümmerbesätes Plateau nördlich von den Steilwänden der Diablerets (3246m), südlich von den Felsköpfen der Kette des Grand-Moeveran (3061 m) Überragt wird, senkt sich dann rasch zu dem kleinen, 1749 durch einen Bergsturz der Diablerets entstandenen See von Derborence (1432 m), erreicht durch ein Trümmermeer das Val-de-Triqueut und zieht sich auf der linken Seite desselben hoch über der schäumenden Lizerne meist durch Wald zum Rhönethal hinab, welches er bei Conthey (509 m), 5 km westlich von Sitten erreicht. Von Bex bis Conthey erfordert der Paß einen Marsch von 10—11 Stunden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 249Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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