Chabir (arab.), Karawanenführer durch die „Chablais (le), eine Landschaft in Savoyen, im N. vom Genfersee, im W. und O. von den der . Kantonen Genf und Wallis, im S. von er Landschaft Faucigny begrenzt, war früher eine der acht 1i 8000 des Herzogtums Savoyen, bildet aber seit 1860 das Arrondissement Thonon des franz. Depart. Hoch-Savoyen mit 928 qkm Areal, 71 Gemeinden und (1876) 62608 E. meist kath. Konfession. Das C. ist ein fruchtbares Voralpenland, bewässert von der Dranse, die mit drei Quellflüssen aus den Thälern von Abondance, Le Biot und Bellevaur kommt und 4 km nordöstlich von Thonon in den Genfersee mündet. Durch den Süden der Landschaft ziehen sich von SW. nach NO. 1400 — 2400 m hohe, teils felsige, teils bewachsene Ketten, aus Kalksteinen und Schiefern (des Jura und der Kreideformation bestehend (Les Voirons 1436 m, Billiat 1925 m, Dent d'Oche 2434 m, Cornettes de Bise 2439 m); nördlich lehnt sich an dieselben eine von einzelnen Hügelkämmen durchsetzte Hochebene, westlich von der Dranse etwa 500 m, östlich von derselben gegen 700 m hoch, die terrassenförmig zum Genfersee abfällt. Während der Süden ein Voralpenland mit ausgedehnten Alpweiden und Nadelwäldern ist, besitzt der Norden, besonders der Abfall gegen den See, ergiebige Kornfelder, Obstgärten, Weinberge und Kastanienwaldungen. Die bedeutendsten Wohnplätze sind die Hauptstadt Thonon, 435 müber dem Meere, 32 km nordöstlich von Genf am See gelegen, mit 5501 C., und der Badeort Cvian (s. d.). Der wichtigste Verkehrsweg des C. ist die Eisenbahnlinie Genf-Annemasse-Thonon-Evian, welche zum Anschluß an die Ligne d'Italie dem südl. Seeufer entlang bis Bouveret im schweiz. Kanton Wallis fortgesetzt werden soll. lunter Bagne.