Chiastolith ist eine eigentümliche Abart des Andalusits; das Mineral bildet fast rechtwinkelig rhombische, langsäulenförmige Krystalle, welche gewöhnlich in schwarzem Thonschiefer einemachten sind und in ihrem Innern eine längs der Achse verlaufende dünnprismatische Einlagerung von schwarzer kohliger Materie enthalten, welche gegen die lichthänng zr und gelbliche Krystallmasse scharf absticht; äufig ziehen auch noch längs der vertikalen Krystallkanten schwarze Ablagerungen einher, welche mit der centralen Substanz durch diagonale Lamellen rmißt, sind unter K aufzusuchen. verbunden sind, sodaß auf dem Querbruche der Säulen eine schwarze Zeichnung entsteht, welche an den griech. Buchstaben Xaerinnert (daher der Nam'). Wie der Andalusit besteht der C. aus dem Thonerdesilicat Al?Si0s, doch hat sich infolge beginnender Zersetzung oft schon ein kleiner TDomnehern eingestellt. Der C. findet sich in den Thonschiefern immer nur da, wo dieselben von inselähnlichen Granitmassivs durchbrochen sind, und solche chiastolithführenden Schiefer bilden einen peripherischen Hof, eine metamorphische Zone zunächst um den Granit, indem sie nach außen allmählich in gewöhn-Hin Thonschiefer ubergehen; so zu Gefrees im Fichtelgebirge, bei Strehla in Sachsen, ausgezeichnet in der Bretagne, den Pyrenäen, dem span. Galicien, auch vielerorts in Nordamerika, wo fingerlange und ⸗dicke Chiastolithe vorkommen.