FeedChiaväri
ErdkundeBrockhaus 1882

Chiaväri, Hafenstadt in der ital. Provinz Genua, unweit der Mündung der Sturla in den Busen von Rapallo und an der Eisenbahn Pisa-Genua, 32 km im OSO. von Genua, ist Hauptort eines Kreises (1881 mit 110 802 C. und zählt (1881) 7659, als Gemeinde 11940 E. Die Stadt ist wohlgebaut und besitzt vier sehr ansehnliche Kirchen, worunter die größte, schönste und an künstlichem Schmuck reichste die der Virgine dell' Orto, sowie mehrere Paläste. Außer dem Küstenhandel und der Fischerei (Sardinen und Forellen) bilden delnsn für Seidenwaren, Spitzen, berühmte Sessel u. s. w. nebst einem blühenden Gewerbsbetrieb der mannigfachsten Art die Haupterwerbsquellen der Bewohner. Die freundlichen, trefflich angebauten und sehr bewohnten Umgebungen der Stadt liefern Wein, Orangen, Kastanien und Ol in Fülle * die Ausfuhr. Die bekannten Käse von C. werden im bergigen Innern des Landes, meist auf früher parmesan. Gebiete, bereitet und gelangen nur von C. aus in den Handel. Die Geschichte des Ortes ist stets mit der von Genua verknüpft gewesen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 253Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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