Comacchio, das alte Comacula, befestigte Stadt in der ital. Provinz Ferrara, 45 km im OSO. von Ferrara und 5 km vom Adriatischen Meere Hauptort des gleichnamigen Kreises, Sitz eines Bischofs, liegt mitten im Valli di C. oder den durch Hag Fischreichtum berühmten Morästen, welche die stagnierenden Po-Mundungen bilden, und zählt (1881) 7630, als Gemeinde 9974 E. Die Stadt steht auf 13, durch zahlreiche Brücken untereinander verbundenen Inseln. Sie hat Mauern und hübsche Häuser und Kirchen. Die Landenge, welche die Valli vom Meere trennt, durchschneidet ein Kanal, der zu dem am Meere gelegenen Duft isehr Magnavacca (60 C.) führt. Die uft ist sehr ungepund. Die Bewohner sind hauptsächlich Fischer, denn die Lagunen sind außerordentlich reich an Fischen; daher besteht ein bedeutender Handel mit gesalzenen und frischen Fischen, namentlich auch mit Aalen, nächstdem mit Binsenmatten. Auch die Salzgewin-Conversations-Lexikon. 13, Aufl. IV. nung ist beträchtlich. Die Lagunen haben 140 km Umfang und sind in vier, durch Dämme voneinander Dem Rere Bassins geteilt, hängen aber alle mit dem Meere d Klutnde und nehmen an der ge-Sasen Ebbe und Flut desselben teil. Jedes der Bassins steht unter einem Faktor, welchem Arbeiter unterstellt sind, im ganzen nahe an 400, die ähnlich einer Schiffsmannschaft eingeteilt und discipliniert sind. Dieselben sind mit dem Fischfange und dem Einsalzen der Fische beschäftigt. Die Händler führen die lebendigen Fische den ganzen Po aufwärts bis zum Tessin und weiter. Vgl. Jacoby, «Ein Ausflug nach C.v (Triest 1881).