Chiavenna (Clavenna, deutsch Cleven, Cläven oder Clefen), altes, (Lombardt Städtchen in der ital. Provinz Sondrio (Lombardei), liegt 317müber dem Meere in einem tiefeingeschnittenen, von 2400-3000m hohen Felsgebirgen umschlossenen Thale am linken Ufer der Maira (Mera) und zählt (1881) 2848, als Gemeinde 4292 CE., deren Haupterwerbsquellen die Seidenzucht,⸗Spinnerei und ⸗Weberei, der Handel mit Früchten und den vorzüglichen Rotweinen des Veltlin und die Bierbrauerei sind. Von den sechs r beit ist San-Lorenzo die bemerkenswerteste. Der besuchteste Punkt der hn romantischen Umgebung ist der Schloßberg mit em Parke Paradiso und den Trümmern der alten Burg C. und des unvollendeten Palastes der Bündnerfamilie von Salis. Etwa 4 Em östlich von C., im Bergell, bezeichnet ein Trümmerwall, mit Kastanienwald bestanden, die Lage des 1618 durch einen Bergsturz verschütteten Fleckens Piuro oder Plurs. An der Vereinigung der Thäler San-Giacomo und Bergell, der uu den u und der Malojastraße gelegen gehört C. zu den wichtigern Alpenschlüsseln. Auch ist eine Eisenbahn nach Colico projektiert. Stadt und Landschaft C. hatten früher eigene, vom Kaiser ernannte Grafen, kamen später unter die Herzöge von Mailand und wurden 1512 von Maximilian Sforza an Graubünden abgetreten, das die Herrschaft über C., Bormio und Veltlin bis 1797 behauptete. Hierauf mit der Cisalpinischen Republik, dann mit dem Königreich Italien vereinigt, gelangte C. 1815 an Osterreich und 1859 durch den Frieden von Villafranca an Italien.