Arabische Litteratur, s. Arabische Sprache und Litteratur. Arabisches Meer (lauch Grünes Meer, Meer von Omän, Persisches Meer, angemessener Indisch-Arabisches Meer genannt) heißt der nordwestlichste Teil des Indischen Oceans, der von der Somali-Küste, von den Küsten Arabiens, Persiens, Balutschistäns, Vorderindiens und im S. von einer Linie zwischen der Südspitze des letztern, Kap Comorin, und der Ostspitze Afrikas, Kap Guardafui, begrenzt wird. Nördlich Richt es bis zu 25² nördl. Br. Ausds und hat in der Richtung der Meridiane eine usdehnung von etwa 1650 Em, während es in der Richtung der Parallelen am offenen Südeingange 2700 km, in der Mitte 3370, im Hintergrunde 900 km mißt. Gegen W. erstreckt es sich unter dem Namen des Meerbusens von Aden noch über den Eingang der Straße von Babeel-Mandeb (durch welche es mit dem Arabischen dung seht h oder dem Roten Meere in Verbindung steht) hinaus und schneidet mit dem Golf von Tadschurra tief in die Küste von Adal ein. Im äußersten NW., wo es auch Bahr⸗-Omän oder Meer von Omän genannt wird, welchen Namen man auch für das ganze Meer gebraucht, wird es zwies Arabien und Iran mit dem Persischen 2 dfe. verbunden, und an der Nordostecke bildet es die Golfe von Katsch winsey und Cambay, zwischen denen die ind. Halbinsel Gudscheraät (Guzerate) liegt. Abgesehen von Vorderindien, von Maskat in Oman und von Aden, sind seine Küsten öde und ohne bedeutende Häfen; gleichwohl ist es namentlich seit Errichtung der Überlandpost, dur den Bomban schr belebt I zwischen Suez, Aden und Bombay sehr belebt. Der Segelschiffahrt bieten die bei dem Wechsel des sommerlichen Südwest- und des winterlichen nen u. eintretenden veränderlichen Winde, Windstillen und Orkane erhebliche Schwierigkeiten dar. Durchschnittlich braucht ein Segelschiff von Aden nach Bombay für eine Strecke von 3780 km zwischen 20 und 27 Tage, ein Dampfer 7 Tage. Nur zwei große, aber für den Verkehr zwischen der Küste und dem Binnenlande wenig bedeutende Ströme senden diesem Meere ihre Wasser zu, der Indus unmittelbar, der Schat-el-Arab (Euphrat-Tigris) durch den Persischen Meerbusen. Auch an Inseln ist dieses Meer auffallend arm, und die vorhandenen, Sokotora und die Lakediven, sind für den Handelsverkehr ebenfalls ohne alle Bedeutung. Erst seit Ptolemäus ist für dieses wie überhaupt für das östl. Weltmeer, der Name Indischer Ocean im Gebrauch. Früher 5. W0 es den Namen Erythräisches Meer, d. h. Rotes Meer, worin auch der Persische Meerbusen, nicht aber der Arabische Meerbusen oder das jetzt so genannte Rote Meer einbegriffen war. ö‚