Choanuen (grch.), Choanae narium, die beiden hintern, durch das Pflugscharbein voneinander getrennten offnungen der 4 e, durch welche die Nasenhöhle feei mit der achenhöhle kommuniziert. Durch die C. kann herabfließender Nasenschleim ungehindert in den Rachen gelangen und von hier vermittelst Räusperns durch die Mundhöhle nach außen entfernt werden, wohinegen beim Schlucken der Zugang zu den C. durch Anlegen des Gaumensegels an die hintere Rachenwand abgesperrt und so der Übertritt des Bissens in die Nasenhöhle verhindert wird. Bei heftigem Nasenbluten ist man gezwungen, die beiden C. wie die vordern Nasenöffnungen mit Wattetampons zu verschließen (sog. Tamponade der Nasenhöhle), um das Aufhören der Blutung herbeizuführen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 329Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei