FeedChonos⸗ oder Guaytecas-Inseln
ErdkundeBrockhaus 1882

Chonos⸗ oder Guaytecas-Inseln, ein zur chilenischen Provinz Chilos Eweremn Archipel, reicht von dieser Insel bis zur Halbinsel Taytao und besteht aus mehr als 1000 größern und kleinern Felseninseln an der Westseite Patagoniens. Insgesamt haben sie 12 196,4 m, die größte, Magdalena, 2225,37 gkm. Es sind wildstarrende, Schneegipfel tragende Berginseln, überreich an Holz, Fischen und Phoken, bewohnt von 7 —-800 Indianern. Diese Reste der ursprünglichen 57— leben vom Fischfange. Die Ortschaften bestehen aus unregelmäßig gestellten Holzhäusern. Die Westseite bildet Glimmerschiefer, die Ostseite vulkanisches Gestein. Die Wälder reichen bis an das Meer. Das Klima ähnelt mehr dem von Feuerland, als dem von Chilosé. üppig wächst überall im Sandboden die wilde Kartoffel, hier Aquina genannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 340Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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