FeedChronicon Montis sereni
ReligionBrockhaus 1882

Chronicon Montis sereni, ein Quellenwerk 56e 6. 99—% — des Klosters auf dem Peterserg (s. d.). „Chronik (vom grch. Aesvos, d. i. Zeit) heißt soviel als Zeit⸗ oder Geschichtsbuch. Die C. kann die Geschichte der Welt im allgemeinen, oder im besondern die eines Landes, Volks und seiner Fürsten oder eines Ortes behandeln; mit den Annalen (s. d.) ursprünglich gleichbedeutend, wird nach heutigem Sprachgebrauche der Name auf solche Werke beschränkt, in denen die geschichtlichen Ereignisse mißt, sind unter K aufzusuchen. ausführlich und in einem gewissen innern Zusammenhange erzählt werden. Man unterscheidet davon einerseits die kürzern, nur chronologisch berichtenden, oft gleichzeitig niedergeschriebenen Annalen, und andererseits die pragmatische Geschichtschreibung. Vorzüglich auf Werke des spätern Mittelalters und der nächstfolgenden Jahrhunderte wird der Name angewandt, und man versteht unter Chronikenstilo ihre nüchterne, aber oft durch treffende Ausdrücke und eigentümliche Darstellungsweise ansprechende Schreibart. Die älteste Weltchronik (bis 325) ist von Cusebius in griech. Sprache verfaßt, von Hieronymus übersetzt und fortgesetzt. Hierauf beruhen alle Weltchroniken des Mittelalters, welche für uns erst da wertvoll werden, wo der Verfasser sich der Geschichte seiner eigenen Zeit nähert. Im 13. Jahrh. beginnt man auch in den Volkssprachen, neben dem Lateinischen, C. zu schreiben, gereimte sowohl wie prosaische, und neben den allgemeinen werden Ortschroniken ren oft sch im 16. und 17. Jahrh. häufig. Sie enthalten oft sehr wertvollen Stoff, sind aber meist ganz kritiklos und füllen die ältere Zeit gern mit Fabeln aus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 374Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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