Churfirsten, auch Kuhfirsten, eine Bergkette der Thuralpen (s. Alpen) im schweiz. Kanton St. Gallen. Die eigentlichen C. bilden einen 12 km langen, etwa 2000 m hohen, scharf ausgezackten Kamm, der aus Kalkgesteinen der mittlern Jura- und der Kreideformation besteht, von W. nach O. verläuft, südlich mit schroffen Mit bowe zum Walensee und nördlich allmählich mit beweideten und bewachsenen dachförmigen Rücken zum Toggenburg abfällt. Von W. nach O. trägt der Kamm die Gipfel Leistkamm (2100m), Tisch (2172 w), Scheere (2194m), Wart (2025 m), Selun (2207m), Frümsel (2266 m), Brisi (2279m), 4223 (2235 m), Scheibenstoll (2303 m), Hinterruck (2293 m) und Kaiserruck (2204 m). Bisweilen wird, Iehe der früher beliebten Schreibweise Kurfürsten zuliebe, der Name C. auf die sieben letzten dieser Gipfel beschränkt. Im weitesten Sinne wird zur Kette der C. auch die südöstlich anschließende Gruppe des Faulfirsts (2413m) und des Alvier (2363 m) gerechnet, die sich zwischen dem Rhein und dem Unterlauf der Seez erhebt und bei Sargans mit dem eisenreichen Gonzen, 1833 m, endet. Alle diese Gipfel sind, zum Teil allerdings nicht leicht, zugänglich; am n. der bestiegen werden der Leistkamm, der Selun, der Hinterruck und der Alvier, der dicht unter der Spitze eine Schutz-Icher trägt. Leicht gangbare Pässe haben die eigentichen C. nur an den Enden der Kette aufzuweisen. Ve W. verbindet der Paßweg uber das Loch (1558 m) esen am Walensee mit dem Toggenburg, im O. der Weg über die Hohe Niederen (1840 m) Walenstad mit dem Rheinthal. Durch die Lücken zwischen den Köpfen und Stöcken des Kammes selbst führen nur rauhe, zum Teil schwierige Kletterpfade, von denen derjenige durch die Gacht westlich vom Tisch am besten gangbar ist.