Blauenberg, eine Kette des nördl. Schweizerjura, erhebt sich südwestlich von Basel, nördlich von dem bernischen Städtchen Laufen an der Birs, bildet die Grenze von Bern, Basel-Land und der solothurnischen Crelave Mariastein und erstreckt sich zwischen dem Birsig und der Birs 12km weit von W. nach O. Der westl. Teil, der Brunnenberg, erhebt sich zu 878 m, der mittlere, der eigentliche B., zu 836 m. Beide bilden einen zusammenhängenden, dicht bewaldeten Kamm von gleichmäßiger Höhe. Südöstlich schließt sich der Eggberg (689 m) daran, welcher mit seinen ruinengekrönten Vorbergen sich bis dicht an die Birs vorschiebt und mit der gegenüberliegenden Jurakette die malerische Klus von Pfeffingen und Angenstein bildet, durch welche die Birs aus dem 1 in ihre unterste Thalstufe heraustritt. Nach „läßt sich die Kette der B. unter wechselnden Namen (Rämel, Glaßberg u. s. w.) der elsäss.⸗schweiz. Grenze nach bis Lützel verfolgen. Überall trägt sie den Charakter eines langgestreckten, einförmigen Bergzugs, mit dunkelm Walde bedeckt, der hier und da von Bergweiden äntamen 0 wird, mit hochgelegenen Dörfern, einsamen Berghöfen und zahlreichen Burgruinen auf den Rfasern geschieht laufärben der Gespinstfasern geschieht nach den verschiedensten Methoden, und diese werden wieder in mannigfachen Modifikationen angewandt. Die wichtigsten sind folgende: ) Mit Indigo. Von allen blauen Farben sind die mit Indigo erzeugten die dauerhaftesten und echtesten, sie widerstehen der Einwirkung von Wasser, Seife, Licht besser als alle andern und lassen sich gleich gut auf Wolle, Seide, Baumwolle, Leinen hervorrufen. Der Indigo (s. d.) kann nicht unmittelbar auf die Faser übertragen werden, da er in Wasser vollkommen unlöslich ist und nicht direkt von der Faser aufgenommen wird. Durch geeignete Behandlung läßt er sich aber in eine in alkalischem Wasser leicht lösliche, farblose Verbindung, Indigweiß, überführen, welche durch Zutritt des Sauerstoffs der Luft wieder in blauen igo verwandelt wird. Tränkt man nun die zu ärbenden Stoffe mit einer solchen Lösung von Indigweiß und setzt man sie der Luft aus, so wird der Farbstoff in unmittelbarstem Kontakt mit der ser regeneriert und haftet dann so fest an derelben, daß er auf Iunft Wege nicht wieder enternt werden kann. Auf diesen unleht beruht e Ausführung der Indigfärberei, und letztere zerfällt demnach in die Darstellung des Indigweiß und das Ausfärben der Stoffe. Die Lösung des Indigweiß nennt man in der Färberei Kape. Dieselbe wird angestellt, indem man in einem geräumigen, gemauerten und mit Cement wasserdicht gemachten Behälter 15 kg Eisenvitriol in etwa 500 1 Wasser löst und 17 kg gebrannten Kalk nebst 4 kg calcinierter Soda hinzufügt; nach kräftigem Umrühren mischt man 4 kg Indigo, der vorher auf der Indigmühle (. beistehende Figur) mit Wasser zum zartesten Schlamm zerrieben ist, hinzu, rührt kräftig und verdünnt mit Wasser bis zu einem Volumen von 2000 1. Neuerdings verwendet man beim Anstellen der Küpe vielfach Zinkstaub statt des Eisenvitriols, durch welchen die Umwandlung in Indigweiß bei Gegenwart von Kalk leicht erfolgt. Die blaue Farbe des Indigos verschwindet nach kürzester Zeit; 77 dies erfolgt ist, wird die Küpe mit einem Deckel gut verschlossen und bleibt stehen, bis der entstandene Niederschlag sich abgesetzt hat und die Flüssigkeit vollkommen klar geworden ist. In die Flusst keit werden die vorher vollständig mit Wasser durchtränkten Stoffe eingetaucht, dann ausgewrungen und der Luft ausgesetzt. Nach kurzem Verweilen an der Lu tritt zunächst Grünfärbung ein, nach einiger Zeit entwickelt sich die blaue Farbe. Um diese zu erhöhen, bringt man die Stoffe zum zweiten male in die Küpe und wiederholt dies so oft, bis der gewünschte Farbenton erreicht ist. In allen großen Färbereien hat man eine Anzahl von Küpen (20— 30), und man arbeitet dann 0 daß man die Stoffe zuerst in die am weitesten ersch fte Küpe bringt und zuletzt in einer frisch n ausfärbt. Man erreicht dadurch eine möglichst vollständige Ausnutzung der Farbe und zugleich eine möglichst schöne Färbung, indem in der Küpe neben dem Indigweiß noch andere Farbstoffe enthalten sind, welche kein schönes Blau geben, die aber durch das letzte Auffärben in der frischen Küpe verdeckt werden. m beendigtem Färben werden die Stoffe in einem Bade von sehr verdünnter Schwefelsäure geschönt und dann gründlich gewaschen. 2) Mit Berlinerblau. Das Verfahren i etwas verschieden, je nachdem man Baumwo oder Wolle zu färben hat. Für Baumwolle fällt man das Berlinerblau unmittelbar auf der Faser, indem man die Stoffe zuerst durch eine sun eines Eisensalzes nimmt, sie gut auswringt und dann in eine ang Lösung von Blutlaugensalz eintaucht. Z. B. für 10 kg Baumwolle bereitet man das Eisenbad aus 1400 g Eisenbeize von 40% Baumé (salpetersaures Eisenoryd) und 130 g Zinnsalz, das zweite Bad enthält 260 g gelbes Blutlaugensalz und 240 Iu Wrd Fällt die Farbe nicht genügend tief aus, so wringt man nach dem zweiten Bade ab, geht wieder in das Eisenbad u. s. f., bis der gewünschte Farbenton erzielt ist, wobei man zweckmäßig gegen Ende des arbens die Bäder durch frischen Zusaz etwas vertärkt. Wollene Stoffe färbt man mit rotem Blutlaugensalz in saurer Lösung heiß aus, wobei die frei werdende und Berlinerblau sollen + beim Erhitzen zersetzt und Berlinerblau fallen läßt, welches von der Wolle Na wird. 0 B. zum Färben von 10 kg Wolle löst man im kupfernen Kessel 500 g rotes Blutlaugensalz, fügt 500 g Schwefel⸗ — zu, bringt die Wolle hinein und erhitzt ganz angsam zum 80. sobald die Flüssigkeit kocht, nimmt man die Wolle heraus, fügt noch 500 g Schwefelsäure zu, bringt die Wolle wieder hinein und kocht von neuem. 2 Mit Ultramarin. Diese . blaue Farbe wird nur im Zeugdruck verwandt und namentlich da, wo es s darum handelt, kleine blaue Partien in ein im übrigen schon ausgefärbtes Muster zu bringen. Das Ultramarin wird mit Eiweiß angerührt, wenn nötig durch Gummischleim verdickt und so IBeim Sar worauf die Stoffe gedämpft werden. Beim Dämpfen gerinnt das Eiweiß und befestigt damit das Ultramarin auf der Faser. Ultramarin wird äußerst leicht von jeder Säure zersetzt und entfärbt, es müssen daher solche Stoffe von jedem Säurebade fern gehalten und vor der Wirkung saurer Dämpfe geschützt werden. 4) Mit Anilinblau. Die unter verschiedenen Benennungen im Handel vorkommenden blauen Anilinfarben werden vorzugsweise in der Seidenfärberei verwandt. Man bereitet dazu eine wässerige Lösung der Farbe von solcher Stärke, daß 50 g auf 11 Flüssigkeit kommen. Von dieser Lösung gibt man so viel zu Wasser von 40 —50˙, bis dieses genügend gefärbt erscheint, und bringt die vorher angefeuchtete Seide hinein; fällt die Farbe zu hell aus, so fügt man mehr Lösung zu und hat es so in seiner Gewalt, jeden beliebigen Farbenton zu erhalten. 5) Mit Blauholz. Diese Farbe wird für reines Blau kaum mehr verwandt, sondern wird vorzugsweise für Schwarz benutzt. „Blaufarbenwerke heißen diejenigen Anstalten, in denen aus den Kobalterzen und kobalthaltigen Produkten die unter dem Namen Smalte (s. d.) bekannte blaue Farbe bereitet wird.