FeedChurchill oder English-River
ErdkundeBrockhaus 1882

Churchill oder English-River, Fluß im brit. Nordamerika, entspringt unterdem Namen Beaver-River (Biberfluß) im westl. Binnenlande, fließt durch den See Methy, dann als Missinnippi in nordöstl. Richtung durch die Seen Buffalo, Lacrosse und South-Indian-Lake, nimmt u Lauf den Namen C. an und mündet nach einem Lauf von über 1000 km bei dem Fort C., einen Hafen bildend, in die Hudsonsbai. Ehurchill (Charles), engl. Satiriker, geb. zu London im Febr. 1731, besuchte kurze Zeit die Universität Cambridge und erhielt dann eine geringe Pfarre in Essex. Relh dem Tode seines Vaters (1758) folgte er demselben in dem Amte eines Predigers an der St.⸗Johnskirche zu Westminster, welches er aber seines anstößigen Lebenswandels halber bald wieder niederlegen mußte. Als Satiriker machte er sich zuerst bekannt durch seine Rosciady (erste anonyme Ausgabe 1761), eine Satire auf die Schrift erfub jener Zeit. Die Angriffe, welche diese Schrift erfuhr, beantwortete er in einer Apologyv, worin die Journalisten, die Schauspieler und namentlich Garrick verspottet werden. Wegen seiner an Clond. Sitten suchte er sich in einem Briefe an Lloyd, &The Nighto, zu rechtfertigen, gleichzeitig erschien der erste Gesang seines Gedichts The Ghosto, das gegen Johnson gerichtet war. Mehr Aufsehen erregte KThe prophecy of famine, a Scotch pastoralo, ein schwungvoll geschriebenes Werk voller Ausfälle gegen die Schotten. C. starb 4. Nov. 1764 auf einer Reise nach Boulogne. Seine Werke erschienen zu London (3 Bde., 1774); auch wurden seine poetischen Schriften besonders gesammelt (2 Bde., Lond. 1804; neue Aufl., Edinb. 1855, und von Bell, 2 Bde., Lond. 1871).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 383Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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