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ErdkundeBrockhaus 1882

Calanda, der östlichste Bergstock der Glarner Alpen, nordwestlich von Chur an der Grenze der schweiz. Kantone St. Gallen und Graubünden gelegen, erstreckt sich als langgezogener Felskamm zwischen den Thälern des Rheins und der Tamina vom Kunkelspasse (1351 m), der die beiden Thäler verbindet, nordnordöstlich bis zur 2n 565. 1 der Tamina in den Rhein. Sstlich gegen das Rheinthal senkt sich der Berg stufenweise hinunter, westlich gegen die Tamina stürzt er mit schroffen elswänden ab. Seine höchsten Gipfel sind der Weibersattel (2808 m) und der Männersattel (2700 m), die beide eine herrliche Aussicht auf das Rheinthal, mißt, sind unter K aufzusuchen. die Plessur-Alpen und die Rhätikonkette gewähren und nicht selten, am besten von Chur oder Pfäfers aus, bestiegen werden. Aus Kalksteinen, Dolomiten und Schiefern der Trias, des Jura, der Kreide und des Flysch aufgebaut, an der Umbiegung des Rheinthals auf der Grenze zwischen südalpiner und nordischer Flora gelegen, ist der C. in eolog. Ein enn ebenso interessant wie in botanier ln seinem Südfuße, 4 km westlich von Chur, liegen die Dörfer Alt⸗ und Neu-Felsberg, ersteres Kederkolt von Bergstürzen bedroht und seit 1834 wiederholt theilweise zerstört; letzteres 1844 außerhalb des Sturzgebietes zur Aufnahme der bedrohten Bewohner neu erbaut. Die verlassene Grube „Goldene Sonne » westlich oberhalb Felsberg weist auf den einstigen Bergbau auf Gold des C. hin. Am nördl. Ende der Kette entspringen in der Schlucht der Tamina die weltberühmten Thermen von Pfäfers-Ragaz.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 828Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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