Clusia L., Pflanzengattung aus der Familie der Guttiferen. Ihre Arten sind Bäume oder Sträucher, die größtenteils in den Tropengegenden Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IV. Amerikas vorkommen,; sie haben lederartige Blätter und meist einzelnstehende diöcische oder polygamische Blüten mit vier⸗ bis achtblätterigem, gefärbtem Kelch, vier- bis achtblätteriger Blumenkrone, einer unbestimmten Anzahl von Staubgefäßen und einem Stempel, aus dessen Fruchtknoten eine lederartige, fünf- bis funfzehnfächerige, mit ebenso viel Klappen sich öffnende Kapsel hervorgeht, die eine Menge kleiner, schleimiger Samen einschließt. Es sind schönblühende Gewächse mit gelben, rosenroten, purpurfarbenen oder weißen Blumen, können aber in Deutschland nur im Warmhause kultiviert werden. Diese Bäume enthalten einen zähen, klebrigen und balsamischen Saft. Ihre klebrigen Samen bleiben beim Herabfallen oft am Stamm des Baums haften und keimen, wenn sie zufällig in eine Rindenspalte gelangt sind. Gelangt eine der Wurzeln der jungen Pflanze in den Boden, so wächst dieselbe, scheinbar mit dem Mutterstamm innig verbunden und aus ihm hervorkommend, weiter. — C. rosea L., ein Baum Westindiens und Südamerikas, schwitzt aus seiner Rinde ein Gummiharz in so großer Menge aus, daß dasselbe zum Kalfatern der Schiffe benutzt werden kann. — C flava L. in Westindien liefert das Hog-Gummi oder Schweinsgummi, welches dort als Wundmittel und Substitut des Copaivabalsams dient. Sein Name beruht darauf, daß die Schweine, wenn sie verwundet sind, sich angeblich an dem Stamme dieses Baums so lange reiben sollen, bis das Gummi aus der Rinde fließt. ů