Crotalaria, Klapperschote, nannte Linné eine zur Familie der Leguminosen gehörige Pflanzengattung, weil die Samen in der Hülse klaypern, wenn man letztere schüttelt. Ihre zahlreichen Arten, meist einjährige Kräuter, wachsen alle in den heißen Ländern und können daher bei uns nur im warmen und temperierten Hause gezogen werden. Sie haben teils einfache, teils dreizählige, seltener gefingerte Blätter mit oder ohne Nebenblätter, in endständige oder den Blättern gegenüberstehende Trauben gestellte Blüten, welche einen zweilippigen Kelch, eine sehr große herzförmige, am Grunde schwielige Fahne, ein sichelförmiges Schiffchen, einbrüderige Staubgefäße und einen seitlich bärtigen Griffel besitzen, und eine bauchig aufgeblasene, seltener zusammengedrückte, zwei oder mehrere nierenförmige Samen enthaltende Hülse. Ihre Blumen sind gelb, blau, braun, purpurrot, gelb und rot oder braun gestreift. Die schönsten Arten sind C. spectabilis Roæb. und C. pulcherrima Roæb. aus Ostindien, C. capensis 1759. vom Kap der Guten Hoffnung, C. pulchella And., ebenfalls vom Kap, C. paniculata Willd. aus Java u. a. m. Einige in Ostindien und den umliegenden Inseln einheimische Arten, besonders C. juncea L., liefert eine sehr feine Gespinstfaser, die in ihrem Heimatlande schon lange zur Herstellung von Geweben verwendet werden. Neuerdings sind diese Fasern auch in den europ. Handel unter dem Namen Sunn v oder «Suns eingeführt worden; sie haben eine blaßgelbliche Farbe und einen seidenartigen Glanz. Die Gewinnung der Faser geschieht durch Rösten und Hecheln der Stengel. Außer C. juncea, welche im großen in Ostindien kultiviert wird, liefern noch brauchbare Fasern C. Bushia Ham. und C. retusa L.