Coccolöba L., Seetraube, Pflanzengattung aus der Familie der Polygonaceen, aus Bäumen und Sträuchern der Tropengegenden Amerikas bestehend, welche schöne, große, abwechselnde Blätter und den Blättern gegenüberstehende, lange Blütenähren oder Trauben haben. Jede Blüte besteht aus einem fünfteiligen, gefärbten, nach der Blütezeit sich vergrößernden Perigon, acht paarweise gestellten Staubgefäßen und einem Stempel, aus dessen Fruchtknoten eine von dem fleischig gewordenen Perigon umschlossene und deshalb beerenartig erscheinende, dreikantige Nuß hervorgeht. Die Coccoloben sind schöne Blattpflanzen, gedeihen aber nur im Warmhause. Sie verlangen einen lockern, nahrhaften Boden, während des Sommers reichliche Bewässerung und lassen sich durch Samen, die man freilich aus ihrem Vaterlande beziehen muß, leicht vermehren. Eine der schönsten Arten, zugleich eine vielfach nutzbare Pflanze, ist C. uvifera L. aus Westindien und Südamerika, mit glänzenden, stachelspitzigen Blättern, weißen, wohlriechenden Blumen in langen, endständigen Trauben und traubig angeordneten, rötlichen, erbsengroßen Früchten. Ihre angenehm sauer schmeckenden Beeren werden in Südamerika mit Zucker gegessen; auch bereitet man aus ihnen erfrischende Getränke. Das schwere, geaderte Holz wird zu feinen Möbeln und Gerätschaften benutzt, und aus ihm durch Kochen eine rote Farbe gewonnen. Die Rinde schmeckt sehr bitter und zusammenziehend. Sie liefert das westind. Kino. (S. Kino.)