FeedCoceulin
PflanzenreichBrockhaus 1882

Coceulin, veraltet für Pikrotoxin (s. d.). Cocculus, eine von Decandolle aufgestellte Pflanzengattung aus der Familie der Menispermaceen, besteht aus zwei⸗,selten einhäusigen Sträuchern und Stauden des tropischen Asien und Afrika, mit aufrechten oder schlingenden Stämmen, abwechselnden, einfachen Blättern und achselständigen Ahren oder Trauben. Kelch und Blumenkrone sind gewöhnlich drei⸗, selten sechsblätterig. Die männlichen Blüten haben sechs, den Blumenblättern gegenüberstehende Staubgefäße, die weiblichen drei bis sechs Fruchtknoten, aus denen ebenso viele einsamige Steinfrüchte von schiefnierenförmiger Gehalt hervorgehen. Diese Gattung enthält mehrere Arznei⸗ und Giftpflanzen. Die wichtigsten sind: C. palmatus Pallich, eine perennierende, an der Küste von Mozambique wild wachsende, selbst aber auch häufig auf Isle de France, den Sechellen und in Ostindien kultivierte Pflanze mit handförmig-fünfteiligen, am Grunde herzförmigen, scharfen Blättern, welche die Kolumbowurzel (s. d.) liefert, und C. suberosus DC. (Menispermum Cocculus L.), ein in Malabar, auf Ceylon, Java und Amboina einheimischer Schlingstrauch mit ziemlich lederaufper eiförmigen Blättern, von dem die giftigen Kokkelskörner (s. d.) abstammen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 473Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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