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GeschichteBrockhaus 1882

Colomb, hervorragender engl. Marineoffizier, ist der Erfinder eines in der engl. Marine neuerdings in Gebrauch gekommenen Signalsystems für Kriegsschiffe, das sich ebenso durch seine Einfachheit wie sichere Handhabung auszeichnet. Die Grundlage desselben sind für den Tag eine schwarze, zusammenklapphare Trommel lähnlich wie ein Klapphut) und bei Nacht das Licht einer Laterne, die irgendwo auf dem Schiffe gezeigt werden. Je nachdem man die Dauer der Sichtbarkeit einrichtet, bedeuten die Gegenstände die Zahlen von 0 bis 9, und ihre Kombinationen ergeben eine unbeschränkte 0 von Signalen. Das einmalige Erscheinen der rommel oder des Lichtes mit 2 bis 3 Sekunden Dauer und ihr darauf erfolgendes Verschwinden oder Blenden bedeutet z. B. die Zahl 1; ein Zeigen von 3 Sekunden, ein Verschwinden von ebenso viel Zeit und Wiedererscheinen von doppelter Dauer die Zahl 5 u. s. w. Um diese sog. (Blinkes jedoch in vollständiger Regelmäßigkeit und Genauigkeit zur Zeitdauer che und dadurch Mißverständnisse auszuschließen, hat C. einen Apparat erfunden, der inwendig mit Walzen und Stiften wie eine Drehorgel und äußerlich miteiner Art Klaviatur versehen ist und dessen Mechanismus mit dem dünnen Tau, welches das Aufziehen und Zusammenklappen der Trommel sowie das Zeigen und Blenden des Lichtes vermittelt, in Verbindung steht. Soll nun z. B. die Zahl 1367 signalisiert werden, so stellt man auf der Klaviatur diese Zahlen ein, dreht an einer Kurbel und das Signal vollzieht sich automatisch in genauer Reihenfolge. Um ganz sicher zu gehen und Kontrolle zu üben, wird das Signal mehrere mal wiederholt und dann mit denselben Zeichen von dem Schiffe, welchem man dasselbe macht, wiederholt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 512Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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