Colomb (Ferd. Aug. Peter von), preuß. General, geb. 19. Juli 1775 zu Aurich in Ostfriesland, wo sein Vater Kammerpräsident war, trat 1792 in das von Ebensche Husarenregiment ein. An dem Feldzuge von 1806 nahm er als Secondelieutenant teil und zeichnete sich unter Blücher bei Lübeck aus. Im J. 1813 wurde er zum Rittmeister befördert. In den Feldzügen von 1813 und 1814 machte sich C. als Parteigänger durch viele glänzende Waffenthaten einen Namen. So eroberte er bei Zwickau mit 82 Mann einen ganzen franz. Artilleriepark, erbeutete außerdem 370 Pferde und machte 300 Gefangene. Er ward 1815 Kommandeur des 8. Husarenregiments und Oberstlieutenant, 1829 Kommandeur der 12. Kavalleriebrigade in Neisse, 1838 Kommandeur der 15. Division und Kommandant von Köln, 1839 Generallieutenant, 1841 Kommandant von Berlin und Chef der Landgendarmerie, endlich 1843 kommandierender General des 5. Armeekorps in Posen. Bei den 1846 im Großherzogtum Posen ausgebrochenen Unruhen zeichnete sich C. durch sein energisches Auftreten aus. Schwieriger war seine Stellung beim Ausbruch der Revolution in derselben Provinz 1848, wo seine Maßregeln Wili mit denen des Civilkommissars General von zillisen kollidierten, zumeist wohl infolge der allemeinen Staatslage und der Unschlüssigkeit der kinister. C. erhielt darauf das Kommando des 1. Armeekorps in Königsberg, nahm 1849 seinen Abschied als General der Kavallerie und starb zu Berlin 12.Nov. 1854. Seine Parteigängerzüge hat er ebenso anziehend als belehrend selbst beschrieben: »Aus dem Tagebuche des Rittmeisters von C., 1813 und 1814 Hete 1854). — Sein Sohn, der preuß. Generalieutenant Enno von C., geb. 31. Aug. 1812, ein namhafter Militärschriftsteller auf kavalleristischem Gebiete, schrieb u. a.: «Aus dem Tagebuche des Generalmajors von C., 1870/715 (Berl. 1876) und „Blücher in Briefen 1813 bis 1815 (Stuttg. 1876).