Colomannus, Heiliger und Märtyrer, ein Schotte von Geburt, wurde auf einer Pilgerfahrt nach Jerusalem 1012 zu Stockerau an der Donau, weil man ihn für einen feindlichen Spion hielt, grausam gemartert und gehängt. Die Wunder, welche 5 an seinem Leichnam und Grabe ereigneten, brachten ihn bald in den Ruf eines Heiligen, und schon 1025 ließ der österr. Markgraf Heinrich J. die Gebeine nach Mölk bringen, wo C. als Landespatron Gsterreichs in einer prächtigen Kirche verehrt wird. Sein Gedächtnistag ist der 13. Osftt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 512Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei