Congreve-Druck, ein Verfahren, benannt nach seinem Erfinder William Congreve (s. d.), das einen mehrfarbigen Druck auf einmal ermöglicht. Die Art und Weise desselben ist folgende: Es handelt sich hier um die Herstellung genau ineinander (aber nicht aufeinander) passender farbiger Drucke, z. B. Etiketten, bei denen ein guillochierter oder gravierter Rand eine mit eingravierter Schrift versehene Platte umgibt. Jeder der zwei Teile einer solchen Etikette bildet sonach eine Platte für sich, die aber beide doch so gearbeitet sind, daß die in der Mitte mit dem genauen Ausschnitt der Schriftplatte versehene Randplatte abnehmbar eingerichtet, die erstere umgibt und die Schriftplatte sonach ll. nau die innere Offnung der Randplatte ausfüllt. Nimmt man nun diese Platte auseinander, über- und sie einzeln verschiedenfarbig mit Druckfarbe und setzt sie dann wieder ineinander, so kann man mit einem Druck zweifarbige, bei entsprechender ähnlicher Einrichtung aber auch noch weit mehrfarbige Abdrücke erzielen. Congreve hatte für diese Druckmanier auch eine eigene, sehr leistungsfähige Maschine erfunden, die in run rn insbesondere durch Eduard Hänel in Magdeburg, später in Berlin, um das J. 1828 vielfache Verwendung fand. Seit Erfindung der Schnellpressen, besonders der wei⸗ und Mehrfarben-Schnellpressen kommt diese Manier nur noch sehr selten zur Anwendung.