Anastatischer Druck heißt das von Rudolf Appel erfundene Verfahren, von Kupferstichen, Lithographien, typographischen Drucken und Lichtdrucken nach Auffrischung der Farbe in Kalilösung vermittelst Umdrucks auf Stein-oder Zinkplatten Pressenabdrücke auf Papier Krunnte Ior Das mit verdünnter Salpetersäure getränkte Originalblatt wird auf einen lithographischen Stein oder eine mit Schmirgel polierte Zinkplatte gelegt und durch die Steindruckpresse oder eine Walzenpresse geführt. Da die Säure nur den lithographischen Stein oder das Zink angreift, die Druckerschwärze aber derselben widersteht, so können in der Verfahrungsweise des Stein⸗ oder Zinkdrucks überdrucke und von solchen weitere wiht die v e Scharf werden; zeigen diese auch nicht die volle Schärfe des Originals, so sind sie doch, eventuell durch Retouche und Nachätzung des Umdrucks, genügend klar zu erzielen, während das Original etwas von seiner Schwärze durch die Manipulation verliert. Das Verfahren fand erst in neuerer Zeit durch Dr. Friedländer und Karl Kockrow praktische Anwendung; letzterer reproduziert Werke, die nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden sind, in ganzen Auflagen. — Antianastatisches Papier, von Glynn und Appel erfunden, verhütet durch überzug von Kupferhosphat und fetter Seife den Umdruck; diese Subhanzen ind jedoch auf chem. Wege zu beseitigen.