Cönobiten (grch.) oder Synoditen heißen im Gegensatze der Anachoreten (s. d.) die in einer Wohnung gemeinschaftlich lebenden Mönche. Nachdem, durch den heil. Antonius (s. d.) veranlaßt, bereits mehrere Einsiedler in Zellen nebeneinander Pa ebaut hatten, gründete zuerst dessen Schüler Pachomius um 340 n. Chr. auf der Nilinsel Tabennä ein Cönobium oder Kloster, welches in kurzem 1300 Mönche zählte und das Vorbild für andere Cönobien in Agypten, Palästina und Syrien wurde. Coenobium (grch.⸗lat.), Kloster.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 563Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei