Barnäbas, eigentlich Joses, ein Levite von Cypern, einer der ersten apostolischen Missionare und Begründer der Christengemeinde zu Antiochia. Die spätere Mhu. Iu der macht ihn zu einem der 70 Jünger Ges n der Apostelgeschichte wird er häufig als Gefährte des Paulus genannt, den er selbst von Tarsus zu seinem Beistande herbeigerufen hatte. Später trennten sich beide, da B., obwohl er selbst noch vor dem Auftreten des Paulus das Evangelium den Heiden Waußt hatte, doch der weiter gehenden Lehre des Paulus von der Auf-Zutin es mosaischen Gesetzes im hieruber n seine ustimmung versagte und in dem hierüber zu Antiochia zwischen Paulus und Petrus ausgebrochenen Streite auf die Seite des letztern trat. Zu seinem Missionsgehülfen erwählte er den Markus, der späterhin in enge Beziehungen zu en des ebracht wurde. Von den weitern Schicksalen des B. sind nur unverbürgte Sagen auf uns gekommen. Danach soll er zu Alexandria und Rom gepredigt und zuletzt auf der Insel Cypern den Märtyrertod erlitten haben. Eine andere Tradition macht ihn gar Ran ersten Bischof von Mailand. Der unter dem amen des B. erhaltene Brief, welcher durch allegorische Ausdeutung des alttestamentlichen Ceremonialgesetzes dem buchstäblichen Verständnisse desselben und damit zugleich der Gesetzbeobachtung im Christentum entgegentreten will, gehört zuverlässig nicht ihm; er ist wahrscheinlich in der Zeit Hadrians geschrieben. Herausgegeben wurde der Brief in neuerer Zeit von Hilgenfeld (Lpz. 1866 und 1877) und von Gebhardt und Harneck in den Patrum apostolicorum operas (Bd. 1, Abteil. 2, 2. Aufl., Lpz. 1878). 441 Weizsäcker, Zur Kritik des Barnabasbriefs » (Tüb. 1863); Riggenbach, «Der sogenannte Barnabasbriefs Bas 1873); Heydecke, Dissertatio qua Barnabae epistola interpolata