Contrescarpe G nennt man bei Befestigungen die äußere Grabenböschung. Um bei trockenen Gräben das Hinabsteigen des Feindes aus dem Gedeckten Wege in den Graben zu erschweren, macht man ssa möglichst steil und versieht sie häufig mit Palissaden (Sturmpfählen), oder man führt sie ganz in Mauerwerk aus. Letzteres benutzt man auch zur Anlage von sog. Contrescarpen-Galerien, welche mit Schießscharten für Infanterie versehen werden, und welche teils den Zweck haben, den Graben durch Rückenfeuer zu verteidigen, teils dazu dienen, um aus ihnen mit Contreminen gegen die Belagerer vorzugehen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 576Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei