Cordöva (Cordoba), einer der 14 Stgaten der Argentinischen Konföderation in Südamerika, ziemlich in der Mitte derselben gelegen, nach Buenosmißt, sind unter K aufzusuchen. ö Cordova (Hernandez Gonsalvo de Aguilar de Ayres der volkreichste, grenzt im O. an Sta.⸗Fe, im N. an Santiago und Catamarca, im W. an Rioja und San-Luis, im S. an das Territorio de la Pampa und zählt auf 143 912 qkm (1869) 210 508 E. Im westl. Teile erhebt sich auf der etwa 416 m hohen Grundfläche der Pampas das isolierte Gebirgssystem der Sierra de Cordova, ein in seiner Meridianrichtung 540 km langer, dreifacher Zug erzführender Granitketten und Felsenplateaus, der gegen N. zu einem sehr niedrigen, welligen, überaus trockenen und nur mit magerm Buf chwerk bedeckten Felsboden sich hinabsenkt und zuletzt in den Salinas endigt. Die südl. Hälfte des Gebirgssystems ist von zahlreichen Bächen bewässert und hat auf seinen Hochebenen gute Weiden. Von diesem Hochlande kommen viele Flüsse herab (in Ermangelung eigener Namen numeriert: Rio Primero, Segundo, Tercero, Cuarto, Quinto), die sich aber in die trockene Vampasebene, zum Teil in Lagunen verlieren. Nur der Rio Tercero gelangt, durch den salzigen Saladillo oder Rio Cuarto verstärkt, wenigstens während eines Teils des Jahres zum Parana, unter dem Namen Carcavanal. An der Nordostgrenze des Staats breitet sich die fast 500 4km große Laguna de los Porongos aus, ein Gemisch von Seen und Sümpfen, in welche von NNW. her der Rio Dulce mündet, und südlich davon eine zweite Lagune, Mar Chiquita (Kleines Meer) genannt. An der Nordgrenze liegt ein Teil der großen Salzwüste (Desierto de las Falinas), die wasserlose, fast unbewohnte Travesia de Ambargasto. Auch der östl. Teil des Staats ist eine völlig baum-Cbef nur mit niedrigen Mimosen bedeckte, trockene Ebene. Im ganzen jedoch ist C. ein schönes, fruchtbares, gut bewässertes und bewaldetes Land, das ausgezeichnete Weiden und, wo die Bewässerung möglich, herrliche Kleewiesen besitzt. Die Sommer sind trocken und schwül; im Winter wechselt die Temperatur zuweilen binnen einiger Stunden um 13² R. Man zieht N viele Rinder, Schafe und Ziegen, gewinnt viel Mais, etwas Weizen und die Früchte Südeuropas. Die Hauptstadt Cordöva, Bischofssitz und Mittelpunkt des Staates sowie der ganzen Argentina, der größte Ort im Innern derselben, liegt malerisch, aber in dürftiger Umgebung in dem etwa 13 m tief ausgegrabenen Thale des Rio Primero. Die Häuser der Stadt sind meist einstöckig, im Außern schlecht erhalten, im Innern düster und unwohnlich. Im Mittelpunkt der Stadt befindet sich die Plaza mit den beiden Hauptgebäuden, der Slet (e schönen Kathedrale und dem Regierungspalast (Cabildo). Nicht weit davon liegen die ausgedehnten Gebäude des Colegio San-Carlos oder der Universität (ehemals Jesuitenkollegium) mit einer theol., jurist. und seit 1870 auch naturwissenschaftlichen Fakultät, 6 Professoren und 120—140 Studenten. Außer der Universität besitzt die Stadt noch das Colegio de Montserrat, eine Art Gymnasium, ein Seminar, ein Waisenhaus, ein Männer- und ein Frauenhospital. C. wurde 1573 von Hieronymus Cabrera gegründet, von König Philipp V. von Spanien zur Hauptstadt der damaligen Provinz Tucuman erhoben, später Hauptort der südl. Perrichaft berühmt und war während der span. errschaft berühmt als Mittelpunkt aller Lehranstalten des span. Südamerika. Die Stadt 1 (1869) 28 523 E., die zu neun Zehnteln Mischlinge sind, vorzüglich Mestizen. Gegenwärtig vermittelt ie, gemäß ihrer vorteilhaften Lage an der Haupttraße nach den westl. und nördl. Staaten der Konöderation und teilweise nach Bolivia, einen schwunghaften Hären Rosari zwischen jenen Gegenden und den Häfen Rosario und Buenos-Ayres, bahn nach seit Eröffnung der 396 EKm langen Eisenbahn nach Rosario am Parana und der 546 km langen nach Tucuman. ordöva (Hernandez Gonsalvo de Aguilar de), span. Feldherr, geb. 16. März 1443 zu Montilla bei Cordova, that sich in den Kriegen gegen Pertugal und die Mauren hervor und führte die Verhandlungen, welche 1492 die Übergabe Granadas ber Folge hatten; 1494 führte C. ein span. Hilfs-Nea von 5600 Mann zu König Ferdinand II. nach deapel und vertrieb die Franzosen aus dem Lande. Im J. 1497 eroberte er Ostia für den Papst. Im Aug. 1498 wurde C. nach Spanien anten, fuhrte unterdrückte einen Aufstand der Mauren, führte 1500 den Venetianern ein span. Hilfsheer zu und nahm den Türken Cephalonia ab. Im folgenden Jahre besetzte er die bei der Teilung Neapels an Spanien gefallenen Besitzungen, mußte sich jedoch 1502 vor den Franzosen nach Barletta zurückziehen. C. verteidigte sieben Monate lang ruhmvoll diese Stadt, schlug das feindliche Heer 28. April 1503 bei Cerignola und 28. Dez. 1503 entscheidend am Garigliano und eroberte ganz Unteritalien. Seine Neider bei Hofe veranlaßten jedoch seine Rückberufung nach Spanien, wo er in stiller Zurückgezogenheit, ohne nochmals im Felde Verwendung zu finden, zu Granada lebte und dort 2. Dez. 1515 gestorben ist. Vgl. Cronica del gran capitano Gonsalvo Hernandez de C.v (Sevilla 1582); Duponcet, „Histoire de Gonsalvo de C.» (Par. 1714); Paul Jovius, «Vitae illustrium virorumo (1578).