FeedCoriandrum
PflanzenreichBrockhaus 1882

Coriandrum, von Linné benannte Pflanzengattung aus der Familie der Umbelliferen. Man kennt bloß zwei Arten, von denen die eine, der gemeine Koriander, C. satixum I. eine einjährige, in Südeuropa wildwachsende Pflanze ist, mit aufrechtem, glattem, rundem Stengel, welcher zu unterst ganze, abwärts zerteilte, vielspaltige Blätter trägt und an den Enden der dni drei⸗ bis fünfstrahlige, zusammengesetzte Dolden ohne Hauptülle, aber mit dreiblätterigen Nebenhüllen. Die lüten sind weiß, die Blumenblätter der äußern Blüten strahlend, die Früchte kugelig, glatt. Die jungen Früchte besitzen einen Wanzengeruch, woher der Name der Gattung kommt. Sie sind reif hellbraun, inwendig hohl, von dem ses 51. das Kelch getrönt, enthalten ein ätherisches Ol, das sog. Koriand eröl, und werden gleich dem Kümmel als Siepaven frr und zu arzneilichen Zwecken benutzt. Sie haben frisch einen dhet t aromatischen, ziemlich unangenehmen, getrocknet dagegen einen angenehmen, süßen, würzigen Geschmack. Goriäria, erberstrauch, nannte Linné eine 1och üer denanal welche die einzige Gattung der nach ihr benannten Familie der Coriarieen bildet. Die Stellung dieser Familie im System ist nicht ganz sicher, neuerdings stellt man sie in die Nähe der Anacardiaceen. Die Arten derselben, gegen fünf, sind Sträucher, sie haben gegenständige, einfache, ganze, dreinervige Blätter und zwitterliche oder eingeschlechtliche, Llätterne Blüten, welche in ästige, am Grunde beblätterte Trauben gestellt und mit einem glockenförmigen, zehnspaltigen Kelche, aber keiner Blumenkrone versehen sind. Aus dem ober-Fruchtinot fünf pfriemenförmige Narben tragenden ruchtknoten entsteht eine beerenartige, aus fünf einsamigen Karpellen zusammengesetzte, drüsige Frucht. Am bekanntesten ist der in Südeuropa und Nordafrika heimische myrtenblätterige Gerberstrauch, C. myrtifolia L., ein mannshoher Strauch mit vierkantigen Zweigen, eilanzettförmigen Blättern und einzeln oder paarweise in den Blattachseln stehenden, ein⸗ oder zweihäusigen, meist polygamischen Blüten, dessen Blätter wegen ihres bedeutenden Tanningehalts zum Gerben und Schwarzfärben gebraucht werden, aber giftig sind. Die übrigen Arten wachsen in Ostindien, Neuseeland und den westlichen Küstenländern von Südamerika.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 598Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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