Corydälis DOC., Lerchensporn, Pflanzengattung aus der Familie der Papaveraceen, deren meiste Arten, lauter Kräuter, in der gemäßigten Zone der nördl. Halbkugel befonders in Asien und Europa, wachsen und in folche mit knollig-zwiebeligem Wurzelstock und mit faserigen Wurzeln zerfallen. Die Blätter sind dreizählig zerschnitten oder zusammengesetzt, die Blüten in Ahren oder Trauben gestellt und mit einer zweilippigen, in einen gekrümmten, sackförmigen Sporn auslaufenden, vierblätterigen Blumenkrone versehen. Die Frucht ist eine vielsamige, zweiklappige, oft schotenförmige Kapsel. Zu den Arten mit knolligem Wurzelstock gehört die Hohlwurz, C. bulbosa Pers. (C. cava aul.), eine im ersten Frühling blühende, in feuchter lockerer Lauberde und in steinigem Boden unter Gebüs Irul sende Pflanze mit 1 salte Knollen und langer Traube schön purpurroter, selten weißer Blumen von eigentümlich harzigem Geruch. Ihr Wurzelstock war früher unter dem Namen Radix Aristolochiae cavae offizinell. Er enthält einen eigentümlichen Stoff, das Corydalin, welches glänzende Schuppen ober krystallinische Büschel bildet, gelind bitter schmeckt und basische Eigenschaften besitzt und versuchsweise als Ersatzmittel des Chinin, doch ohne den gewünschten Erfolg, in Anwendung Paneten worden ist. Einige asiat. und nordamerik. Arten von C. werden als Zierpflanzen gebaut, namentlich C. nobilis Pers. aus Sibirien, mit graugrünen Blättern und blaßgelben, an der Spitze schwärzlichen Blüten; C. longiflora Pers. vom Altai, mit einzelnstehenden, langspornigen, rosenroten Blumen; C. glauca Pursi. aus Nordamerika, mit blaßpurpurroten, an der Spitze gelben Blumen, etc.