FeedCorlißstenerung
TechnikBrockhaus 1882

Corlißstenerung, eine von dem Amerikaner George H. Corliß erfundene Hahnsteuerung für ! Dampfmaschinen (s. d.). Cormantine, ehemals Fort Amsterdam, Fort an der Goldküste in Westafrika, Oberguinea, von den Holländern 1663 angelegt, 1807 von den l Aschantis zerstört und von den Engländern wieder aufgebaut, 20 kmeim ONO. von Cape Coast-Castle, 7 km westlich von der Mündung des Atunso oder Anissa, zwischen Asafa und Anamaboe. Cormenin (Louis Marie de la Haye, Vicomte de), franz. Publizist, geb. zu Paris 6. Jan. 1788, studierte auf der dortigen Universität die Rechte und trat 1810 als Auditor in den Staatsrat, wo er nach der Restauration Requetenmeister beim Ausschuß für streitige Sachen (Comité du contentieux) wurde. Im J. 1822 erschien unter dem Titel Questions de droit administratifs das wichtigste seiner Werke, dessen fünfte, stark umgearbeitete Auflage den Titel Droit administratife (2 Bde., Par. 1840) führt. Im J. 1828 zum Abgeordneten in die Ständekammer gewählt, nahm C. seinen Platz im linken Centrum und entwickelte gegen die Regierung eine lebhafte Opposition. Er unterzeichnete 1830 die Adresse der 221, protestierte aber nach den Julitagen gegen die Erhebung der Orléansschen Dynastie auf den franz. Thron. Im J. 1831 begann er seine berühmten Lettres sur la liste civileo, die später in einem Bande vereinigt wurden und in 10 Jahren 25 Auflagen erlebten. In der Folge veröffentlichte er, unter dem Namen Timon, eine Menge polit. Flugschriften, die die öffentliche Meinung stark beeinflußten und später gesammelt erschienen unter dem Titel: Pamphlets de Timono (Par. 1845; neue Ausg. 1870). Im J. 1848 wurde er von vier Departements in die Nationalversammlung gewählt, wo er als Präsident des Verfassungsausschusses beträchtlichen Anteil an der Abfassung der republikanischen Konstitution nahm, bis die im Komitee ausbrechenden Konflikte ihn zum Austritt veranlaßten. Nach dem Staatsstreich vom 2. Dez. nahm C. in dem reorganisierten Staatsrat eine Stelle an; 1855 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Von seinen Schriften sind noch zu erwähnen: «Etudes sur les orateurs parlementaireso (2 Bde., Par. 1838; 15. Aufl. 1847), 4Le livre des orateurso (18. Aufl., Par. 1860; deutsch, Lpz. 1848), Entretiens de village o (1.—6. Aufl., Par. 1846), die teilweise schon 10 Jahre vorher unter dem Titel «Dialogues de maitre Pierre erschienen waren und C. 1846 den Preis Monthyon einbrachten. Eine seiner letzten Schriften war: «Le droit de tonnage en Algérien (Par. 1860). C. starb zu Paris 6. Mai 1868. Die nachgelassenen Schriften C.s erschienen unter dem Titel K«Reliquiaer (2 Bde., Par. 1868).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 600Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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