Cormons, Stadt in der österr. Grafschaft Görz und Gradiska, Bezirkshauptmannschaft Gradiska, an der Grenze bonaialien, die hier von der Österreichischen Südbahn überschritten wird, liegt am Fuße der Voralpen in einer der bestbebauten Gegenden am Nordrande der Adria und zählt (1880) 3529, als Gemeinde 5234 E., die neben Acker⸗ und Weinbau einen lebhaften Handel mit Seide betreiben. Die Burg auf dem naheliegenden Berge wird schon gegen Ende des 12. Jahrh. erwähnt, wo sie der Longobarde Gilulf gegen die Avaren befestigte. Ihre Zerstörung erfolgte 1511 durch die Venetianer. Zu C. wurde 1866 der Waffenstillstand zwischen Österreich und Italien geschlossen, der den Frieden zu Wien zur Folge hatte. ö
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 600Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei