Cormontaigne (Louis de), verdient um das franz. Befestigungswesen, geb. 1695, trat in franz. Dienste und war schon bei der Belagerung von Freiburg 1712. Er leitete als Oberingenieur 1734 die Belagerungen von Philippsburg und Trarbach, und starb als Maréchal de Camp und Fortifikaßt, sind unter K aufzusuchen. tionsdirektor in Lothringen 20. Okt. 1752. Seine f Lehrsätze über Randig nae und Festungsbau wurden zuerst vollständig nach den Handschriften von 3 Bayard (eOeuvres posthumes de C., 3 Bde., Par. 1 1806—9) herausgegeben. C. wollte durch Vergrö-e ßerung der Bastionen und Ravelins ein kräftigeres 3 Frontalfeuer ermöglichen, auf den Angriffsfronten in den Bastionen durch Anlage von Cavalieren innere Abschnitte herstellen oder das Bastion vom Hauptwalle abtrennen und hinter dessen Kehle die anstoßenden Courtinen durch eine kleine bastionierte Front verbinden. Sein weiter vorspringendes, mit einem größern Erdreduit ausgestattetes Ravelin deckt die Bastionsflanken besser, defiliert die Bastionsfacen und kann das Couronnement des Anreifers vor den letztern im Rücken beschießen. Die angen Aste des gedeckten Wegs sind redanartig [ geführt, die innern Waffenplätze durch Reduits verstärkt und sämtliche Escarpenmauern dem direkten Geschützfeuer entzogen. E. wurde der eigentliche Urheber des neufranz. Befestigungssystems und hat seine Grundsätze beim Bau der Forts Belleeroir und Moselle von Metz, sowie des Kronenwerks Nutz von Diedenhofen und einigen Anlagen von Bitsch zur Anwendung gebracht. Erst nach 1870 hat das franz. Ingenieurkorps sich von den Lehrsätzen C.8s.