Coronini-Cronberg (Joh. Baptist Alexius, Reichsgraf), österr. Feldzeugmeister, geb. 16. Nov. 1794 zu Görz, trat 1813 als Pionierkadett in die österr. Armee, wohnte als Lieutenant den Feldzügen von 1813 und 1814 bei, dem letzten im ital. Freikorps des Obersten Schneider, und wurde bei der Auflösung desselben zum Infanterieregiment Erzherzog Karl versetzt. Im J. 1824 trat er mit Vorbehalt seines Armeeverhältnisses in modenes. Dienste, aus welchen er jedoch bei den damaligen Kriegsaussichten bald in das österr. Heer zurückkehrte, wo er als Hauptmann angestellt wurde. Er diente hierauf in ranz Karl ernannt und als Oberhofmeister mit der Erziehung des ältesten Sohnes desselben, Franz Joseph, des jetzigen Kaisers von Ssterreich, betraut wurde. Im J. 1837 zum Major und 1843 zum Obersten befördert, erhielt C. 1848 beim ersten ital. Kriege als Generalmajor eine Brigade in Tirol, mit welcher er die Pässe gegen Italien deckte. Im folgenden Jahre wurde er zum Feldmarschalllieutenant, ad latus des kommandierenden Generals in Slawonien und Kroatien ernannt, 1850 zum Militär⸗ und Civilgouverneur im Banat und der serb. Wojwodschaft. Als Ssterreich 1854 im Orientkriege ein Observationskorps an der türk.⸗russ. Grenze aufstellte, erhielt C. den Oberbefehl über dasselbe und besetzte damit die Walachei nach dem Abmarsch der Russen. Im Juli 1859 wurde C. zum Banus und kommandierenden General in Kroatien und Slawonien, zum Gouverneur von Fiume, sowie zum Oberpräsidenten der Banaltafel in Agram ernannt. Im Juni 1860 erfolgte zwar auf sein Ansuchen seine Versetzung in den Ruhestand mit dem Grade eines Feldzeugmeisters, doch trat er schon im Dezember desselben Jahres als kommandierender General von Nieder⸗ und Oberösterreich, Salzburg und Steiermark und Oberbefehlshaber des 2. Armeekorps wieder in den Dienst, ward im Juni 1861 an Benedeks Stelle kommandierender General in Ungarn, trat jedoch 1865 von dieser Stelle zurück und lebte seither im Ruhestand auf seinem Schlosse in St. Peter bei Görz, wo er