Hiller (Joh., Freiherr von), österr. Feldzeugmeister, geb. zu Brody 10. Juni 1748, einem alten, bis zum 14. Jahrh. in Graubünden ansässigen Reichsrittergeschlecht entstammend, trat 1763 als Kadett in die österr. Infanterie und machte den Bayrischen Erbfolgekrieg, die Türkenkriege 1788 — 91, wo er für die Einnahme von Berbir zum Obersten befördert wurde, die Feldzüge gegen Frankreich 1792—97 und 1799—1801 in den Niederlanden, Italien und Deutschland mit. Er kämpfte als Generalmajor 1798 am Lech und 1799 in der Schweiz, wurde 1805 Feldmarschalllieutenant und führte dann eine Division in Tirol unter Erzherzog Johann. Im Kriege von 1809 +.— er das 6. Armeekorps unter dem Erzherzog arl, wurde war bei Abensberg geschlagen, siegte aber auf dem ückzuge bei Neumarkt, und kämpfte besonders in der Schlacht bei Aspern ruhmvoll. Auch bei Waram war er mit seinem Flügel siegreich, mußte f jedoch nach der Niederlage des andern ebenfalls zurückziehen. Er empfing als Anerkennung das Feldzeugmeisterpatent und ein Landgut. H. befehligte 1813 das Heer von Innerösterreich, später die Armee von Italien genannt, welche Illyrien erobern und weiter nach Italien vordringen sollte. Indessen wurde er im Dezember zur großen rmee gerufen. Nach dem ersten Pariser Frieden ward er Höchstkommandierender in Galizien und starb zu Lemberg 5. Juni 1819.